Devisen
Euro setzt Erholung fort

Der Euro hat zu Wochenbeginn seine Erholung zur US-Währung fortgesetzt. Für die Nachfrage nach der Gemeinschaftswährung machten Händler die Aussicht auf steigende Zinsen in der Euro-Zone sowie technische Faktoren verantwortlich.

HB FRANKFURT. Die europäische Gemeinschaftswährung kostete am Vormittag 1,1820 Dollar, nachdem sie am Freitag den New-Yorker Handel bei 1,1769 Dollar verlassen hatte. „Der Euro profitiert weiter von den Aussagen von Herrn Trichet. Die Aussicht auf eine Zinserhöhung am ersten Dezember beflügelt den Euro“, sagte Devisenstratege Joachim Kneissl von der Landesbank Baden-Württemberg.

Händlern zufolge wird am Markt inzwischen darauf spekuliert, dass die Europäische Zentralbank (EZB) im kommenden Jahr weitere Zinsanhebungen vornehmen dürfte, während sich die US-Notenbank dem Ende ihres Zinsanhebungszyklus nähert. In den USA liegt der Leitzins mit derzeit 4,00 Prozent doppelt so hoch wie in der Euro-Zone, das macht Anlagen in Dollar attraktiv. Die Experten von UBS erwarten bis Ende 2006 einen Zinssatz in der Euro-Zone von 3,00 Prozent.

EZB-Präsident Jean-Claude Trichet hatte am Wochenende seine Äußerungen zu einer Zinserhöhung bekräftigt.“Ich war deutlich“, sagte Trichet am Samstag. Der Notenbankpräsident hatte am Freitag erklärt, dass die EZB nach zweieinhalb Jahren mit historisch niedrigen Zinsen nun bereit sei, das gegenwärtige Zinsniveau leicht anzuheben.

Für die Kursgewinne des Euro zu Wochenbeginn machte Kneissl auch technische Faktoren verantwortlich. „Einige kurzfristig orientierte Investoren haben auf einen steigenden Dollar gesetzt. Diese sind nun auf dem falschen Fuß erwischt worden und trennen sich wieder von ihren Dollar-Beständen.“ Auch zur japanischen Währung gab der Dollar am Montag nach.

Die US-Währung notierte am späten Vormittag zum Yen bei 118,80 Yen nach 119,11 Yen im späten US-Handel am Freitag. Zum Schweizer Franken fiel die US-Währung auf 1,3106 Franken nach 1,3149 Franken zum Wochenschluss in Zürich.

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