Devisen
Euro setzt Talfahrt fort

Der Kurs des Euro fällt weiter. Am Mittwoch haben neben der enttäuschenden Auktion italienischer Staatsanleihen auch gute US-Konjunkturdaten der Gemeinschaftswährung zugesetzt.
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FrankfurtDem Euro haben am Mittwoch neben der Enttäuschung über die jüngste Auktion italienischer Staatsanleihen auch gute US-Konjunkturdaten zugesetzt. Die Gemeinschaftswährung rutschte in der Spitze um fast einen US-Cent auf 1,2924 Dollar ab und notierte damit so niedrig wie seit Dezember nicht mehr. Das unerwartet deutliche Umsatzplus im US-Einzelhandel treibe die Anleger vermehrt in den Dollar, erklärten Händler.

Dies gab der US-Währung auch zum Yen Rückenwind. Der Dollar kletterte auf 96,16 Yen von unter 96 Yen am Vormittag. Der Euro beschleunigte dagegen zur japanischen Währung seine Talfahrt und fiel auf 124,44 Yen von 125,21 Yen am Vortag.

In den USA war der Umsatz der Einzelhändler im Februar um 1,1 Prozent gestiegen. Von Reuters befragte Analysten hatten mit einem Plus von lediglich 0,5 Prozent gerechnet. Auch wenn die Einzelhandelsumsätze durch den Benzinpreisanstieg verzerrt wurden, äußerten sich Analysten fast durchweg positiv. „Es könnte sein, dass es da eine hohe Inflationskomponente gibt“, warnte ein Börsianer. Letztlich spreche dies jedenfalls für steigende Zinsen in der weltgrößten Volkswirtschaft. Dies sei auch für den Dollar der Haupttreiber. „Offenbar braucht die US-Wirtschaft nicht weitere kurzfristige Konjunkturspritzen“, fügte ein Analyst hinzu. „Die Wirtschaft scheint sich schneller zu erholen, als die Leute gedacht haben.“

Am US-Rentenmarkt sind die Renditen zuletzt schon beträchtlich gestiegen. So werfen die zehnjährigen US-Bonds bereits mehr als zwei Prozent Rendite ab. Der Zins für die vergleichbaren deutschen Bundesanleihen liegt dagegen noch bei 1,46 Prozent.

An der Wall Street machten dagegen einige Anleger Kasse, so dass die großen Indizes trotz der guten Konjunkturzahlen nicht vom Fleck kamen. Auch der Dax notierte am Nachmittag mit 7969 Zählern nahezu unverändert. Größter Verlierer in Frankfurt waren die Aktien der Commerzbank . Sie brachen nach der Ankündigung einer milliardenschweren Kapitalerhöhung um bis zu 14 Prozent auf 1,20 Euro ein. Am frühen Nachmittag lagen die Aktien mit 1,2820 Euro noch 8,4 Prozent niedriger.

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  • Die EZB wird schon genügend Anleihen kaufen. Worauf wartet man also? Wieviel italienische Staatsanleihen, der Italiener Dragi kaufen wird?

  • Selbst wenn Italien seine Anleihen günstig unterbringen kann; Fazit ist doch, daß neue Schulden gemacht werden
    (im Fachschargon: Refinanzierung, = schöngefärbte Wortakrobatik )
    Das sind doch nur noch Tachenspielertricks, wann kommt endlich die TILGUNG der Schulden ??

  • Italien aber nicht auf die Klopapierwährung.

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