Devisen
Euro stabil über 1,21 Dollar

Der Euro hat am Montag seine Gewinne der Vorwoche gehalten und sich deutlich über 1,21 Dollar stabilisiert. Händler sprachen von einem ruhigen Geschäft, da keine wichtigen Konjunkturdaten anstünden und der US-Markt wegen des Martin-Luther-King-Days geschlossen bleibe.

HB FRANKFURT. Zunehmend rücke jedoch der Atomstreit mit dem Iran in den Fokus der Anleger und belaste den Dollar. Der Euro pendelte am Nachmittag um die 1,2125 Dollar und lag damit nur leicht unter dem Niveau des späten US-Handels am Freitag. Die Europäische Zentralbank setzten den Euro-Referenzkurs am Nachmittag auf 1,2112 (Freitag: 1,2053) Dollar fest. Im Referenzkursverfahren der Banken EuroFX kletterte der Euro auf 1,2131 (Freitag: 1,2053) Dollar.

„Der Handel läuft ruhig, weil noch keine Konjunkturdaten anstehen, aber das Thema Iran ist latent jetzt schon eine Belastung für den Dollar“, sagte Devisenanalyst Folker Hellmeyer von der Bremer Landesbank. „Im Hinblick auf die fragile internationale Lage und die Tatsache, dass die USA im Mittelpunkt dieser Konflikte stehen, ist eine weitere Verschärfung der Lage im Nahen Osten nicht geeignet, dem US-Dollar Unterstützung zu verleihen.“ Der Atomkonflikt mit dem Iran hat an Schärfe zugenommen, nachdem US-Senatoren aus beiden politischen Lagern einen Militärschlag als Option gefordert haben und auch der Chef der UN-Atomkontrollbehörde IAEA, Mohamed ElBaradei, in einem Interview mit dem Magazin „Newsweek“ sagte, Diplomatie brauche „eine Rückendeckung durch Druck, im Extremfall durch den Einsatz von Gewalt“. Der Iran steht im Verdacht, hinter seinem zivilen Atomprogramm die Entwicklung von Atomwaffen zu verstecken.

Im Wochenverlauf dürfte eine Reihe wichtiger Konjunkturdaten in den Fokus der Anleger rücken. Mit dem Empire State Index, der die Stimmung im Verarbeitenden Gewerbe in der Region New York misst, steht die erste wichtige Zahl am Dienstag an. Analysten rechnen zwar mit einem Rückgang, verweisen aber auf ein im historischen Vergleich nach wie vor hohes Niveau. Der für Mittwoch erwartete Notenbankbericht Beige Book sowie die Zahlen zur US-Industrieproduktion dürften nach Einschätzung der Analysten der WestLB „ein positives Bild der US-Wirtschaft zeichnen“. Damit steige das Risiko, dass die US-Notenbank Fed die Zinsen doch weiter als 4,5 Prozent anheben werde. Die Fed hat in bislang 13 aufeinander folgenden Zinsschritten den Leitzins auf 4,25 Prozent angehoben. Marktteilnehmer erwarten einhellig, dass sich Fed-Chef Alan Greenspan Ende Januar mit einem weiteren Zinsschritt nach fast zwei Jahrzehnten aus dem Amt verabschieden wird.

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