Devisen
Euro startet mit Verlusten

Die US-Regierung hat kein Budget und die Zahlungsunfähigkeit droht. Das beschäftigt die Finanzmärkte. Der Euro indes steht am Dienstag in der Nähe des Acht-Monatshochs, das in der vergangenen Woche erreicht wurde.
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FrankfurtDer Euro hat sich am Dienstag vor dem Hintergrund des US-Haushaltsstreits bei 1,36 US-Dollar gehalten. Die Gemeinschaftswährung stand damit in der Nähe des Acht-Monatshochs, das in der vergangenen Woche bei 1,3645 Dollar erreicht wurde. Am Nachmittag kostete ein Euro 1,3602 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,3576 (Montag: 1,3572) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7366 (0,7368) Euro.

Im US-Haushaltsstreit herrscht weiter Stillstand. Auch eine Woche nach der Schließung zahlreicher Behörden und öffentlicher Einrichtungen gibt es keinerlei Anzeichen einer Annäherung zwischen den Konfliktparteien. Zusätzlich droht der größten Volkswirtschaft der Welt die Zahlungsunfähigkeit, falls die staatliche Schuldengrenze nicht bald angehoben wird.

Trotz der verfahrenen Situation bleibt der Devisenmarkt noch immer relativ gelassen. Experten vom Bankhaus Metzler sprechen von einer „gewissen Gleichgültigkeit“, die derzeit noch unter den Anlegern herrsche. „Schließlich stehen die Finanzmärkte unter dem Protektorat der Zentralbanken“, so die Fachleute. „Und dass die USA ihre Schulden nicht mehr bedienen können, wird allenfalls als theoretische Möglichkeit erachtet.“

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,84265 (0,84370) britische Pfund, 131,94 (131,46) japanische Yen und 1,2284 (1,2262) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1329,50 (1323,50) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 30 790,00 (30 520,00) Euro.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Rasende Inflation!

    Im Land wo einst Milch und Honig floß und Butterberge in den Ostblock verschenkt wurden.

    Allein der Butterpreis in diesem Jahr stieg um 33% ...
    von € 0,99 auf nunmehr € 1,29 für 250gr ....einst wurde diese Ware in den Ostblock verschenkt. Welche Schreckenszenarien, neben der Vernichtung der Alterssicherheit und Geldentwertung hält diese diese Schuldenpolitik zur Euro-Rettung der Bundesregierung noch noch für uns parat?

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