Devisen
Euro steigt auf Achtmonatshoch

Die Gemeinschaftswährung hat am Feiertag ihre deutlichen Gewinne ausgebaut. So stark war der Euro seit acht Monaten nicht mehr. Der Dollar wird aktuell dagegen vor allem durch den US-Haushaltsstreit belastet.
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Frankfurt/ MainDer Euro ist am Donnerstag auf den höchsten Stand seit acht Monaten gestiegen. Am späten Nachmittag kletterte die europäische Gemeinschaftswährung bis auf 1,3632 US-Dollar - den höchsten Stand seit Anfang Februar. In der Nacht zum Donnerstag hatte der Euro noch 1,3578 Dollar gekostet. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat den Referenzkurs am frühen Nachmittag auf 1,3594 (Mittwoch: 1,3515) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7356 (0,7399) Euro

Am späten Nachmittag hätten enttäuschend ausgefallene US-Konjunkturdaten den Dollar belastet, sagten Händler. Der Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor hatte sich im September stärker als erwartet eingetrübt. Vor allem laste aber der anhaltende Haushaltsstreit in den USA auf dem Dollar. Die Schließung der US-Verwaltung stellt laut Ökonomen zunehmend eine Gefahr für die Wirtschaft dar und eine Einigung ist nicht in Sicht.

Im Vormittagshandel hatten besser als erwartet ausgefallene Konjunkturdaten aus der Eurozone die Gemeinschaftswährung gestützt. Der Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor war im September etwas stärker gestiegen als noch in einer Erstschätzung ermittelt worden war. Deutlich stärker als erwartet waren die Einzelhandelsumsätze August nach oben geklettert. Sie hatten zum Vormonat um 0,7 Prozent zugelegt, erwartet worden war hingegen von Experten nur ein Plus von 0,2 Prozent. Zudem haben sich Spanien und Frankreich zu günstigeren Bedingungen als zuletzt an den Kapitalmärkten Geld geliehen.

Bereits am Mittwoch hatte der Euro stark zugelegt, nachdem Italiens Ministerpräsident Enrico Letta mit klarer Mehrheit eine Vertrauensabstimmung gewonnen hatte. Neuwahlen und ein Macht-Vakuum in der drittgrößten Volkswirtschaft der Eurozone wurden so vermieden.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,83940 (0,83410) britische Pfund, 132,81 (131,76) japanische Yen und 1,2276 (1,2241) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1316,00 (1306,25) Dollar gefixt..

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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