Devisen
Euro steigt auf Monatshoch

Der Abschluss der Koalitionsverhandlungen hat den Euro steigen lassen. Die Gemeinschaftswährung erreichte so den höchsten Stand des Monats. Auch das britische Pfund hat Rückenwind.
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FrankfurtDer Euro hat am Mittwoch den höchsten Stand in diesem Monat markiert. Schub erhielt die Gemeinschaftswährung vom erfolgreichen Abschluss der Koalitionsverhandlungen in Deutschland. In der Spitze kletterte der Euro 0,4 Prozent auf 1,3613 Dollar, am Nachmittag notierte er 0,2 Prozent höher bei 1,3583 Dollar.

Nach 17 Stunden andauernden Verhandlungen einigten sich CDU/CSU und SPD am frühen Mittwochmorgen auf eine Koalitionsvereinbarung. Diese sieht einen bundesweiten Mindestlohn sowie höhere Ausgaben für Renten und Infrastruktur, jedoch keine Steuererhöhungen vor.

“Deutschland hat endlich eine Regierung - das war kein Unruhefaktor am Markt, aber es ist im Hintergrund positiv”, sagte Simon Smith, Chefvolkswirt bei FxPro Group Ltd. in London. “In letzter Zeit sind die Leute ziemlich optimistisch für den Euro gestimmt gewesen. Er weist eine ordentliche Leistungsbilanz auf und niedrige Inflation. Das größere Bild stützt den Euro.”

Gute Konjunkturdaten brachten dem britischen Pfund Rückenwind. Im dritten Quartal hat das Wachstum in Großbritannien trotz eines Exportrückgangs angezogen, wie das nationale Statistikamt am Mittwoch mitteilte. Das Pfund legte gegenüber allen anderen 16 meistgehandelten Währungen zu und gewann zum Euro 0,4 Prozent auf 83,43 Pence je Euro. Gegenüber dem Dollar verteuerte es sich 0,6 Prozent auf 1,6283 Dollar.

Der Schweizer Franken war gegenüber dem Euro 0,1 Prozent niedriger bei 1,2318 je Euro. In Relation zum Dollar festigte sich die eidgenössische Währung 0,1 Prozent auf 90,67 Rappen je Dollar.

Der japanische Yen verlor zum Dollar 0,8 Prozent und notierte bei 102,10 Yen je Dollar. Zum Euro notierte der Yen ein Prozent schwächer bei 138,70 Yen je Euro. Das ist der tiefste Stand seit dem 14. Oktober Juni 2008, zeigen Bloomberg-Daten.



Agentur
Bloomberg 
Bloomberg / Nachrichtenagentur

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