Devisen Euro steigt auf neues Jahreshoch

Der Handel blieb bis zum Nachmittag überwiegend ruhig. Dann folgten die aktuellen US-Arbeitsmarktdaten. Die enttäuschenden Zahlen trieben den Eurokurs in rekordverdächtige Höhen.
Update: 02.06.2017 - 17:25 Uhr Kommentieren
Der Wechselkurs der beiden Währungen ist nach den US-Arbeitsmarktdaten angestiegen. Quelle: Reuters
Euro und Dollar

Der Wechselkurs der beiden Währungen ist nach den US-Arbeitsmarktdaten angestiegen.

(Foto: Reuters)

Frankfurt/MainEnttäuschende Arbeitsmarktdaten aus den USA haben den Euro am Freitag auf ein neues Jahreshoch steigen lassen. Am Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung bis zu 1,1282 US-Dollar. Das war der höchste Stand seit November 2016. Zuletzt lag der Eurokurs bei 1,1260 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1217 (Donnerstag: 1,1219) Dollar fest. Der Dollar kostete 0,8915 (0,8913) Euro.

Nach einem überwiegend ruhigen Handel erhielt der Euro am Nachmittag einen deutlichen Schub. Auslöser waren schwache Zahlen vom amerikanischen Jobmarkt. Der monatliche Arbeitsmarktbericht der Regierung ergab für Mai einen Stellenaufbau, der deutlich hinter den Erwartungen zurückblieb.

Analysten stellten sich vornehmlich die Frage, welche Auswirkungen die Daten auf die Geldpolitik der US-Notenbank Fed haben könnten. Viele Beobachter werteten die Zahlen zwar als Enttäuschung, sahen aber keine unmittelbaren Folgen für den kurzfristigen Kurs der Fed. Von ihr wird erwartet, dass sie ihre geldpolitische Wende Mitte Juni mit einer weiteren Zinsanhebung fortsetzt. Es wäre die zweite Anhebung in diesem Jahr und erst der vierte Schritt seit dem Start der Zinswende Ende 2015.

Diese Glücks-Cents werden wir vermissen
Kleingeld
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Die Reaktionen von Handel und Verbrauchern in Italien dürften auch andere Euro-Länder genau beäugen. Ähnlich gehen bereits zwar seit längerem Finnland sowie die Niederlande und seit kurzem Irland vor. Bei Barzahlungen runden die Händler dort ebenfalls auf den nächsten Fünf-Cent-Betrag auf oder ab, auch in Belgien gibt es ähnliche Rundungsregeln. Doch Italien ist das größte Mitglied der Euro-Zone, das Ein- und Zwei-Cent-Stücke verbannt. Auch in Deutschland finden solche Überlegungen großes Interesse. Immerhin 57 Prozent der Deutschen befürworten die Abschaffung der kleinsten Münzen, ergab vor einem Jahr eine Umfrage von „myMarktforschung“. Einen stark beachteten, jedoch nicht erfolgreichen Versuch, ohne Ein- und Zwei-Cent-Münzen auszukommen, starteten vor gut einem Jahr Einzelhändler in Kleve.

Italien
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Auf der italienischen 1-Cent-Münze ist das berühmte Castel del Monte abgebildet. Das Bauwerk wurde zwischen den Jahren 1240 und 1250 errichtet und liegt in Apulien im Südosten Italiens.  Die Prägung der 2- und 5-Cent-Münzen Italiens unterscheiden sich dabei von der des 1-Cent-Stücks. Dies ist lediglich noch bei den Kleingeldmünzen Griechenlands, Österreichs, San Marinos und Sloweniens der Fall.

Finnland
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Auf der finnischen 1-Cent-Münze thront hingegen der finnische Wappenlöwe. Dieser hat seinen Ursprung im Jahr 1581 und war auch auf der ehemaligen Landeswährung der „Finnmark“ zu sehen. In Finnland runden die Händler bereits jetzt bei  Barzahlungen auf den nächsten Fünf-Cent-Betrag auf oder ab. Dies wird so auch noch in den Niederlanden, seit kurzem auch in Irland und Belgien.

Niederlande
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Der niederländische Glückcent wurde nach der Abdankung der ehemaligen Königin Beatrix am 30.4.2013 umgeprägt. Zeigte die Münze zuvor das Konterfei der ehemaligen Königin, ist seit dem Jahr 2014 König Wilhelm-Alexander auf den Münzen zu erkennen.

Irland
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Das irische 1-Cent-Stück zeigt eine keltische Harfe. Das Bild gilt als traditionelles Symbol des Landes. Auch in Irland wird die 1-Cent-Münze kaum genutzt, da auch hier die Preise ab- bzw. aufgerundet werden.

Belgien
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Auf der Rückseite des belgischen 1-Cent-Stücks ist das Konterfei des belgischen Königs Philippe zu sehen. Die Währung wurde nach der Abdankung Alber II. am 23.07.2013 zum Jahr 2014 umgeprägt.

Deutschland
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Die deutsche 1-Cent Münze zeigt die Zweige einer deutschen Eiche. Auch auf der früheren Währung, der deutschen Mark, waren die Eichenzweige abgebildet. In Deutschland herrscht ein reges Interesse an einer Abschaffung des Kleingeldes. So sprechen sich immerhin 57 Prozent der Deutschen für die Abschaffung der kleinsten Münzen aus. Erste Versuche gab es bereits: So versuchte man Einzelhändler in Kleve ohne Ein- und Zwei-Cent-Münzen auszukommen.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,87268 (0,87230) britische Pfund, 125,02 (124,53) japanische Yen und 1,0893 (1,0883) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1274,95 (1264,85) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 36.500,00 Euro (36.360,00) Euro.

  • dpa
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