Devisen
Euro steigt über 1,30 Dollar

US-Notenbankchef Bernanke erklärte Donnerstagabend das neueste geldpolitische Lockerungsprogramm der Institution. Dem US-Dollar tat das nicht gut. Der Euro legt deutlich zu und überschritt die Marke von 1,30 US-Dollar.
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WashingtonDie Ankündigung der US-Notenbank Fed, noch mehr Geld in den Markt zu pumpen, hat dem Eurokurs weiter beflügelt. In fernöstlichen Devisenhandel wurde die Gemeinschaftswährung am Freitag mit 1,3006 Dollar gehandelt. Der Euro konnte bereits kurz nach Bekanntgabe der Fed-Entscheidung deutlich zulegen und überschritt schon im US-Handel kurzzeitig die Marke von 1,30 US-Dollar, nachdem er im Tagesverlauf bei etwa 1,29 US-Dollar gependelt hatte.

Gegen 21 Uhr lag der Wechselkurs bei 1,2985 US-Dollar. US-Notenbankpräsident Ben Bernanke kündigte unter anderem den Aufkauf von Immobilienwertpapieren im Wert von 40 Milliarden Dollar pro Monat an, um die Immobilienzinsen in den USA zu senken und dadurch die Wirtschaft anzukurbeln.

Der Euro war zuletzt im Mai so stark gewesen. Noch Ende Juli hatte er nur knapp über der Marke von 1,20 US-Dollar notiert. Die Erholung des Wechselkurses konnte auch nicht durch die von der Europäischen Zentralbank angekündigten Staatsanleihenkäufe unterlaufen werden.

Martin Dowideit, Leiter Digitales, Handelsblatt.
Martin Dowideit
Handelsblatt / Leiter Digitales

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