Devisen
Euro steigt zeitweise über 1,40 Dollar

Der Kurs des Euro ist am Montag im frühen Handel gestiegen und hat zeitweise die Marke von 1,40 Dollar überschritten. Zuletzt wurde die Gemeinschaftswährung mit 1,3 990 Dollar gehandelt, nachdem er zuvor bis auf 1,4 011 Dollar gestiegen war.

HB FRANKFURT. Der Kurs des Euro ist am Montag im frühen Handel gestiegen und hat zeitweise die Marke von 1,40 Dollar überschritten. Zuletzt wurde die Gemeinschaftswährung mit 1,3 990 Dollar gehandelt, nachdem er zuvor bis auf 1,4 011 Dollar gestiegen war. Ein Dollar war 0,7 147 Euro wert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Freitag noch auf 1,3 857 (Donnerstag: 1,3 857) Dollar festgesetzt.

Die US-Notenbank dürfte am Mittwoch eine weitere geldpolitische Lockerung beschließen, sagten Händler. Die erwarteten zusätzlichen Käufe von Staatsanleihen belasteten den Dollar bereits jetzt. Positiv wirkte sich für den Euro zudem die Einigung der großen Parteien in Portugal auf einen Sparhaushalt für das Jahr 2011 aus. Mit dem Abkommen vom Wochenende wurde auch eine politische Krise abgewendet. Das Parlament stimmt am Mittwoch über den Etat ab. Der Haushalt der Regierung in Lissabon sieht nie dagewesene Spar- und Sanierungsmaßnahmen vor. Unter anderem sollen die Ausgaben für Löhne und Gehälter im öffentlichen Dienst um fünf Prozent gekürzt werden.

Der Chef der 16 Euro-Länder, Luxemburgs Ministerpräsident Jean-Claude Juncker, hat die Europäische Zentralbank (EZB) zu mehr Disziplin in der Außendarstellung aufgerufen. "Ich wünsche mir auch, dass die EZB künftig mit einer Stimme spricht und zu ihren Entscheidungen steht und nicht bestimmte Entscheidungen immer zu relativieren versucht", sagte Juncker der Tageszeitung "Die Welt". "Ich habe als Vorsitzender der Euro-Gruppe auf Wunsch der EZB dafür gesorgt, dass in der Euro-Gruppe eine Art Verbaldisziplin eingehalten wird. Ich wünschte mir, das wäre auch bei der EZB der Fall."

Vor dem Hintergrund der anhaltenden Kritik am Kauf von Staatsanleihen durch die EZB, wie sie beispielsweise seit Monaten von Bundesbankchef Axel Weber geäußert wird, sagte Juncker weiter: "Ich kommentiere die Entscheidungen der Europäischen Zentralbank nie. Das ist unvereinbar mit dem Prinzip der Unabhängigkeit der EZB. Ich kann nur sagen, dass ich seit August 2007 keine Entscheidung der EZB erkennen kann, die mich zu einer schroffen oder ablehnenden Kommentierung veranlasst hätte."

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