Devisen
Euro stürzt wieder ab

Fallende Preise in der Eurozone haben auch zum Absturz der Gemeinschaftswährung geführt. Am Nachmittag notierte der Euro unter der Marke von 1,12 US-Dollar bei bei 1,1183 Dollar.

FrankfurtDer Eurokurs ist am Mittwoch angesichts fallender Verbraucherpreise in der Eurozone unter die Marke von 1,12 US-Dollar gerutscht. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde am Nachmittag mit 1,1183 Dollar gehandelt. Im frühen Handel hatte sie noch zeitweise 1,1261 Dollar gekostet. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,1203 (Dienstag: 1,1204) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8926 (0,8925) Euro.

Die in der Eurozone gefallenen Verbraucherpreise verstärkten den Abwärtstrend des Eurokurses. Die Jahresinflationsrate hatte im September bei minus 0,1 Prozent gelegen. „Die Diskussionen über eine Ausweitung des Anleihekaufprogramms der EZB dürften daher weiter geführt werden“, schreibt Viola Julien, Anleiheexpertin bei der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). Eine weitere Lockerung der Geldpolitik würde den Euro tendenziell belasten.

Gestützt wurde der Dollar zudem von robusten Zahlen vom US-Arbeitsmarkt. So meldete der private Arbeitsmarktdienstleister ADP einen höheren Beschäftigungsaufbau als von Volkswirten erwartet. An diesem Freitag steht dann der offizielle Bericht an, der von der US-Notenbank (Fed) genau beachtet werden dürfte. Fed-Vertreter hatten zwar zuletzt eine Leitzinserhöhung für den Dezember signalisiert. Die Finanzmärkte sind angesichts des sehr vorsichtigen Vorgehens der Fed davon aber noch nicht überzeugt.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,7385 (0,7391) britische Pfund, 134,69 (134,38) japanische Yen und 1,0915 (1,0901) Schweizer Franken fest. Ein Kilogramm Gold kostete 31 610,00 (31 630,00) Euro. Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1114,00 (1132,10) Dollar gefixt.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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