Devisen
Euro tritt auf der Stelle

In den USA bestimmt die Unsicherheit über den Zeitpunkt der US-Zinswende das Marktgeschehen. Das schwächt den Dollar. Der Euro tritt nach einem kurzen Hoch auf der Stelle.

FrankfurtDer Euro hat sich am Freitag aufgrund hoher Ungewissheit über die künftige Geldpolitik in den USA nur wenig bewegt. Am Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,1280 US-Dollar und damit so viel wie am Morgen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs gegen Mittag auf 1,1268 (Donnerstag: 1,1185) Dollar festgelegt. Der Dollar kostete damit 0,8875 (0,8941) Euro.

Im Laufe der Woche legte der Euro moderat um etwa eineinhalb Cent zu. Als ein Grund gilt, dass an den Finanzmärkten eher nicht mit einer Zinswende in den USA gerechnet wird. Die Wahrscheinlichkeit, dass die US-Notenbank am Donnerstag erstmals seit neun Jahren ihren Leitzins anhebt, wird derzeit mit weniger als einem Drittel veranschlagt. Bankvolkswirte sind gespalten, nur eine knappe Mehrheit rechnet bereits jetzt mit einem Zinsschritt der Fed.

Zum Schweizer Franken konnte der Euro am Freitag weiter zulegen. Erstmals seit Mitte Januar, als die Schweizerische Nationalbank SNB ihre Kursobergrenze für den Franken aufhob, kostete ein Euro mehr als 1,10 Franken. Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der Liechtensteiner VP Bank, verwies auf wirtschaftliche Bremsspuren in der „erfolgsverwöhnten Schweizer Wirtschaft“. Der Franken sei trotz seiner jüngsten Schwäche immer noch überbewertet. Schweizer Waren und Dienstleistungen sind für Ausländer also immer noch teuer, was die Konjunktur belastet.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,73060 (0,72655) britische Pfund, 136,02 (135,38) japanische Yen und 1,1031 (1,0923) Schweizer Franken fest. Ein Kilogramm Gold kostete 31 020,00 (31 290,00) Euro. Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1101,25 (1109,50) Dollar gefixt.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%