Devisen
Euro tritt auf der Stelle

Nach minimalen Gewinnen im frühen Handel bewegt sich der Kurs der Gemeinschaftswährung kaum. Am Nachmittag dürfte für die Händler mit Blick auf den Dollar-Kurs der Arbeitsmarktbericht aus den USA interessant werden.
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FrankfurtDie Anleger am Devisenmarkt haben sich am Freitag mit Engagements zurückgehalten. Sie wollten Händlern zufolge die US-Arbeitsmarktdaten sowie das Ende der Verhandlungen Griechenlands mit seinen Gläubigern abwarten. Der Euro notierte gegen Mittag 1,3162 Dollar nach 1,3143 Dollar am Vorabend in New York.

Im Mittelpunkt des Devisenhandels stehen die Arbeitsmarktdaten aus den USA am Nachmittag. Von ihnen erhoffen sich die Börsianer Hinweise auf den Zustand der weltgrößten Volkswirtschaft. Von Reuters befragte Analysten rechnen damit, dass im vergangenen Monat außerhalb der Landwirtschaft 150.000 neue Stellen geschaffen wurden. „Ein nur marginal positiver Arbeitsmarktbericht dürfte dem Dollar nicht helfen“, schrieben die Analysten der Commerzbank in einem Kommentar. Denn die jüngsten Äußerungen von Ben Bernanke hätten darauf hingedeutet, dass der für die Geldpolitik zuständige Offenmarktauschuss (FOMC) der US-Notenbank weitere geldpolitische Maßnahmen ergreifen könnte. „Das FOMC scheint von den besseren Zahlen zur US-Wirtschaft nicht beeindruckt zu sein“, stellten die Analysten fest. Am Freitag hatte US-Notenbankchef Ben Bernanke betont, die Fed wolle mit allen Mitteln eine Belastung der US-Wirtschaft durch die europäische Schuldenkrise verhindern.

Diese können die Anleger nach wie vor nicht ausblenden. Noch immer gibt es kein Ergebnis der Verhandlungen Griechenlands mit seinen Gläubigern. Börsianer sind sich einig, dass ein Abschluss der Verhandlungen für deutliche Bewegungen an den Märkten sorgen könnte. Nach Aussagen eines Sprechers von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble ist noch offen, ob es am Montag ein Treffen der Euro-Finanzminister zur Griechenland geben wird. Ein solches Treffen mache erst Sinn, wenn die notwendigen Elemente eines neuen Griechenland-Hilfspakets vorlägen.

Unter Druck geriet der Dollar zum Yen. Er gab nach auf 76,23 Yen. Diese Abwertung nährte Spekulationen über eine baldige Intervention Japans auf dem Devisenmarkt, um den Yen zu schwächen. Der teure Yen gilt als Nachteil für die japanische Wirtschaft, die stark auf Exporte ausgerichtet ist. Der japanische Finanzminister sagte, er sei bereit, Maßnahmen zu ergreifen, um spekulative und einseitige Bewegungen am Devisenmarkt einzudämmen.

Am europäischen Rentenmarkt stiegen die Kurse. Der Bund-Future legte um 19 Basispunkte auf 139,27 Punkte zu. Die zehnjährige Bundesanleihe rentierte mit 1,844 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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