Devisen
Euro trotzt hoher Unsicherheit

Der Kurs der Gemeinschaftswährung ist am Mittwoch leicht gestiegen und notierte am späten Nachmittag deutlich über dem Vortagesschluss. Lichtblicke brachten Anleiheauktionen in Spanien und Italien.
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FrankfurtDer Euro hat am Mittwoch gewonnen. Trotz schwacher Konjunkturdaten und anhaltender Sorgen um Griechenland konnte die Gemeinschaftswährung erstmals seit fünf Handelstagen wieder zulegen. Am Vormittag markierte der Euro ein Tageshoch bei 1,2757 Dollar, zuletzt wurde er etwas schwächer bei 1,2728 Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs gegen Mittag auf 1,2726 (Dienstag: 1,2695) Dollar festgesetzt.

Trotz des Kursauftriebs dominierten zur Wochenmitte erneut die negativen Meldungen im Währungsraum. Das Gerangel um die Schuldentragfähigkeit Griechenlands geht weiter. Internationaler Währungsfonds (IWF) und Eurogruppe streiten öffentlich über den weiteren Sanierungskurs. „Ohne eine Lösung steigt das Risiko, dass der IWF aus der Finanzierung der Hilfen für Griechenland aussteigt, erheblich“, warnt Jürgen Michels, Europa-Chefvolkswirt der Citigroup.

Lichtblicke in der Schuldenkrise kamen indes aus Italien und Spanien. Rom traute sich erstmals in diesem Jahr, Investoren mit einer ultralangen Anleihe anzuzapfen - erfolgreich. Spaniens Banken lösen sich langsam vom Tropf der EZB. Im Oktober borgten sie deutlich weniger Geld bei der Zentralbank als im Vormonat. Allerdings ächzt die Wirtschaft im Euroraum immer stärker unter der Last der Krise: Im September sank die Industrieproduktion überraschend kräftig, wie Zahlen der Statistikbehörde Eurostat belegen.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,80260 (0,79965) britische Pfund, 102,00 (100,93) japanische Yen und 1,2040 (1,2045) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1725,75 (Vortag: 1726,25) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 42.800 (43 160,00) Euro.

 
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Ein wahres Wunder, wie eine Währung, die nur auf ungesicherten Schuldenbergen aufbaut überhaupt noch von Wert sein kann. Für mich hat der EURO bereits jetzt verspielt, auch wenn er weiterhin künstlich am Leben erhalten wird. Er zieht seinen Wert nicht aus realer wirtschaftlicher Wertschöpfung, sondern lediglich aus massenhafter Produktion von wertlosen EURO-Noten,
    geschaffen um Schulden zu deckeln, deren Tilgung mangels wirtschaftlicher Gegenleistung niemals erfolgen kann. Hier wird Geld für Werte gezahlt, die lediglich auf spekulativer Basis hochgepuscht wurden, aber real gar nicht vorhanden sind.

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