Devisen + Rohstoffe
Devisen: Euro über 1,24 Dollar gestiegen - US-Arbeitsmarkt belastet Dollar

Der Kurs des Euro ist am Freitag nach einem enttäuschenden Arbeitsmarktbericht in den USA deutlich gestiegen und hat die Marke von 1,24 Dollar überschritten. Am späten Nachmittag wurde der Euro mit 1,2 402 Dollar gehandelt.

dpa-afx FRANKFURT. Der Kurs des Euro ist am Freitag nach einem enttäuschenden Arbeitsmarktbericht in den USA deutlich gestiegen und hat die Marke von 1,24 Dollar überschritten. Am späten Nachmittag wurde der Euro mit 1,2 402 Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor noch auf 1,2 315 (Donnerstag: 1,2 301) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8 120 (0,8 129) Euro.

Der enttäuschende Arbeitsmarktbericht für den Monat September habe den Dollar unter Druck gebracht, sagte Carsten Fritsch von der Commerzbank. Die neuen Daten signalisierten eine deutliche Abschwächung des Wirtschaftswachstums in den USA. Die US-Notenbank dürfte daher das Tempo ihrer Leitzinserhöhungen verlangsamen. Fritsch erwartet im laufenden Jahr lediglich eine Zinserhöhung um 0,25 Prozentpunkte.

Vom Markt teilweise erwartete Wachstumsraten von bis zu vier Prozent seien unter diesen Umständen nicht mehr zu realisieren, sagte Rudolf K. Besch, US-Volkswirt bei der Dekabank. Die verhaltene Einkommensentwicklung als auch der steigende Rohölpreis dürften das Wirtschaftswachstum bremsen.

Der Trend beim Euro ist nach Einschätzung von Fritsch ganz klar nach oben gerichtet. Im kommenden Jahr könne der Euro auch wieder die Marke von 1,30 Dollar überschreiten.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,6 891 (0,6 905) britische Pfund , 136,05 (136,84) japanische Yen und 1,5 529 (1,5 535) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London mit 421,75 (418,10) Dollar notiert.

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