Devisen
Euro und Dollar sinken zum Yen

Euro und Dollar haben am Dienstag zum Yen nachgegeben. Da Konjunkturbedenken zunahmen, lösten Anleger verstärkt Zinsspekulationsgeschäfte gegen die japanische Währung auf.

FRANKFURT. Euro und Dollar haben gestern zum Yen nachgegeben. Da Konjunkturbedenken zunahmen, lösten Anleger verstärkt Zinsspekulationsgeschäfte gegen die japanische Währung auf. "Es gehen Ängste um, dass die Weltwirtschaft ernste Probleme bekommt", sagt Devisenstratege Toru Umemoto von Barclays Capital. "Der Yen profitiert von der Risikoscheu."

Anleger nutzen seit Jahren billige Yen-Kredite, um Investments in höher verzinslichen Währungen zu finanzieren. Die Mittelabflüsse belasten den Yen. Japan hat mit 0,5 Prozent den niedrigsten Leitzins aller Industrieländer. Der Euro war gestern zeitweise schon für 166,86 Yen zu haben und damit 1,1 Prozent billiger als am Montag. Der Dollar fiel auf 108,08 Yen.

Beim Währungspaar Euro-Dollar hatte gestern die US-Währung Oberwasser. Vor der US-Zinsentscheidung am Abend fiel der Euro unter 1,55 Dollar und markierte ein Sechswochentief. Schwache Daten zum Einzelhandelsumsatz im Euroraum nährten Bedenken, dass sich die Konjunktur diesseits des Atlantiks abschwächen wird.

Der kanadische Dollar fiel zum US-Dollar auf den tiefsten Stand seit elf Monaten. Druck brachte der weitere Preisrückgang bei den Preisen für Öl und andere Rohstoffe, der den Konjunkturausblick für Kanada trübte. Der US-Dollar kostete bis zu 1,0453 Kanada-Dollar.

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