Devisen
Euro und Pfund unter Druck

Der Euro kommt nicht aus seinem Tief. Grund für die missliche Lage derzeit: Die unterschiedliche Geldpolitik in Europa und den USA. Auch das britische Pfund gerät mehr und mehr in die Bredouille.
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FrankfurtDer Euro hat am Montag weiter unter Druck gestanden. Am Morgen kostete die Gemeinschaftswährung 1,0580 US-Dollar und damit in etwa so viel wie am Freitagabend. Ein Dollar war 0,9449 Euro wert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Freitagmittag auf 1,0570 Dollar festgelegt.

In der vergangenen Woche hatte der Euro vier US-Cent an Wert verloren. Wichtigster Grund ist die unterschiedliche Geldpolitik in Europa und den USA: Während sich in den Vereinigten Staaten eine erste Zinsanhebung nach der Krise abzeichnet, flutet die EZB die Märkte mit billigem Geld. Damit will sie Wachstum und Inflation anschieben. Der Euro leidet unter Geldflut und Niedrigzinsen, weil das EZB-Geld angesichts höherer Renditen seinen Weg auch in die USA findet. Das stärkt wiederum den Dollar.

Auch das Pfund Sterling hat seine Talfahrt am Montag fortgesetzt. Es fiel um bis zu 0,5 Prozent und war mit 1,4563 Dollar so billig wie zuletzt vor etwa fünf Jahren. Im Gegenzug legte der Euro 0,3 Prozent auf 0,7265 Pfund zu. Börsianern zufolge wirkten die enttäuschenden britischen Konjunkturdaten der vergangenen Woche nach.

Das am Freitag veröffentlichte Wachstum der Industrieproduktion im Februar blieb mit 0,1 Prozent hinter der Prognose von 0,3 Prozent zurück. Das Plus der britischen Bauindustrie fiel mit 0,9 Prozent nur knapp halb so hoch aus wie erwartet. Diese Daten dämpften Spekulationen auf eine näher rückende Zinserhöhung in Großbritannien.


dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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