Devisen
Euro und Yen geben leicht nach

Die neue Fed-Chefin Janet Yellen setzt sich wie auch ihr Vorgänger für eine lockere Geldpolitik ein. Sowohl Euro als auch Yen gaben gegenüber dem Dollar leicht nach.
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Frankfurt/MainDer Eurokurs ist am Mittwoch um rund einen Cent gefallen. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde am späten Nachmittag mit 1,3505 US-Dollar gehandelt. In der Nacht zum Mittwoch hatte der Euro noch knapp über der Marke von 1,36 Dollar notiert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Nachmittag auf 1,3515 (Dienstag: 1,3576) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7399 (0,7366) Euro.

„Eine klare Ursache für die Kursverluste ist nicht auszumachen“, sagte Ulrich Wortberg, Devisenexperte bei der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). Man könne von einer Gegenbewegung nach den jüngsten Kursgewinnen sprechen. „Die Nominierung von Janet Yellen als Nachfolgerin des scheidenden US-Notenbankchefs Ben Bernanke hat am Devisenmarkt nicht für Kursausschläge gesorgt“, sagte Wortberg. Sie sei nicht überraschend gekommen und habe daher kaum Auswirkungen gehabt.

„Da Yellen als Verfechterin einer sehr expansiven Geldpolitik gilt, hätte der Dollar tendenziell belastet werden müssen“, sagte Wortberg. Der Senat muss dem Wechsel an der Notenbankspitze noch zustimmen. Zudem könnte der Haushaltsstreit die Ernennung verzögern.

Experten rechnen damit, dass die US-Währung angeschlagen bleibt, solange der Konflikt um Budget und Schuldengrenze nicht beigelegt ist. Zudem stehen die Zeichen im Euroraum auf Erholung. Der Internationale Währungsfonds (IWF) hatte seine Wachstumsprognosen jüngst angehoben.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,84640 (0,84265) britische Pfund, 131,55 (131,94) japanische Yen und 1,2313 (1,2284) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1304,00 (1329,50) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 30 620,00 (30 790,00) Euro.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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