Devisen
Euro und Yen verlieren

Die japanische Notenbank hat die Anleger mit einem Banken-Strafzins überrascht. Daraufhin verlor der Yen deutlich. Auch für den Euro ging es nach Inflationsdaten bergab.

Frankfurt/MainDer Euro hat am Freitag schwächer tendiert. Am Morgen kostete die Gemeinschaftswährung 1,0895 US-Dollar und damit einen halben Cent weniger als am Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Donnerstagmittag auf 1,0903 Dollar festgesetzt.

Deutliche Verluste erlitt der japanische Yen, der im Verhältnis zum Dollar um 1,5 Prozent nachgab und auf den tiefsten Stand in diesem Jahr fiel. Auslöser war eine abermalige Lockerung der Geldpolitik durch die Bank of Japan. Zur Überraschung von Fachleuten führte die Notenbank - ähnlich wie vor ihr die EZB im Euroraum - einen negativen Zins ein. Dieser Strafzins gilt für bestimmte Einlagen von Geschäftsbanken bei der Notenbank und soll helfen, die schwache Inflation und das Wachstum anzuschieben.

Vor dem Wochenende steht dem Devisenmarkt eine wahre Datenflut bevor. In Europa dürften Geld- und Kreditdaten sowie Inflationszahlen im Vordergrund stehen. In den USA gilt das Augenmerk ersten Wachstumsdaten zum vierten Quartal. Es wird mit einem deutlich langsameren Wachstumstempo gerechnet

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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