Devisen
Euro unter Druck

Der Euro fällt auf ein Wochentief, die US-amerikanische Währung kann etwas zulegen. Grund für das Plus des Dollars sind positive Konjunkturdaten.
  • 0

SydneyVor der Veröffentlichung der Verbraucherpreise im Euro-Raum haben sich Devisenanleger am Donnerstag zurückgehalten. Die Gemeinschaftswährung notierte am Morgen mit 1,3620 Dollar in Reichweite des New Yorker Schlusskurses vom Mittwoch. Die Bestätigung der ersten Schätzung für die Euro-Zone stand am Vormittag auf der Agenda. „Diesmal könnten schon kleine Abweichungen den Markt durchaus aufschrecken. Und zwar dann, wenn es sich um Revisionen nach unten handeln sollte”, prognostizierte Commerzbank-Analyst Lutz Karpowitz. „Zu deutlich hat EZB-Präsident Mario Draghi auf der letzten Pressekonferenz gemacht, dass die EZB zu weiteren Maßnahmen bereit wäre, falls es notwendig erscheint.”

Draghi hatte in der vergangenen Woche angekündigt, zu weiteren geldpolitischen Maßnahmen zu greifen, sollte die Inflationsrate unerwartet niedrig ausfallen. Im November hatte die EZB den Leitzins wegen des für ihren Geschmack zu niedrigen Teuerungsdrucks auf das Rekordtief von 0,25 Prozent gesenkt.

Analysten erwarten für den Monat Dezember einen Anstieg der Verbraucherpreise in der Euro-Zone auf 0,3 Prozent nach minus 0,1 Prozent im Vormonat.

Am fernöstlichen Devisenmarkt war der Euro am Donnerstag unter Druck geraten. Die Gemeinschaftswährung kostete 1,3594 Dollar und notierte damit in der Nähe des niedrigsten Stands seit einer Woche. Der Dollar profitierte dagegen weiter von einer Reihe positiv interpretierter US-Konjunkturdaten.

Zur japanischen Währung legte der Dollar zu auf 104,75 Yen. Der Schweizer Franken notierte bei 0,9093 Franken je Dollar und 1,2366 Franken je Euro.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Devisen: Euro unter Druck"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%