Devisen
Euro verliert zum Dollar weiter an Boden

Der Euro hat zum US-Dollar am Dienstag 0,9 Prozent nachgegeben und kostete am Nachmittag 1,5511 Dollar. Unterstützung erhielt der „Greenback“ durch Äußerungen von Ben Bernanke, Chef der US-Notenbank Fed.

HB FRANKFURT. Dieser hatte am späten Montagabend auf einer Konferenz in Boston gesagt, die Risiken für die US-Wirtschaft hätten abgenommen. Zudem betonte er die Inflationsgefahr. Das schürte unter Händlern die Erwartung, dass die Fed den Leitzins anheben werde (siehe Anleihemarkt). Ein Marktteilnehmer wandte jedoch ein, die Fed versuche offenbar durch „verbale Intervention“, einen Sturz des US-Dollars abzufangen.

Die tschechische Krone kletterte auf ein Allzeithoch zum Euro. In der Spitze stieg sie 0,6 Prozent auf 24,421 je Euro. Angesichts der Inflation von 6,8 Prozent steht die tschechische Notenbank unter dem Druck, den Leitzins von 3,75 Prozent anzuheben.

Auf die Inflationsentwicklung reagierte auch die kanadische Notenbank. Auf Grund der Teuerung beendete die Bank of Canada ihre Zinssenkungsrunde seit Dezember und ließ den Leitzins überraschend bei drei Prozent. Die Inflation hatte sich im April erstmals seit fünf Monaten beschleunigt. Binnen Jahresfrist waren die Verbraucherpreise 1,7 Prozent gestiegen, doppelt so stark wie erwartet. Der kanadische Dollar legte zum Euro 1,1 Prozent auf 1,5840 je Euro.

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