Devisen
Euro weiter über 1,33 Dollar

Der Euro steht unverändert gut da und notiert knapp über der Marke von 1,33 Dollar. Das liegt auch an der Verteidigung der Anleihekäufe durch die EZB vor dem Bundesverfassungsgericht. Der Dollar legt zum Yen wieder zu.
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TokioDer Euro ist am Mittwoch um die Marke von 1,33 US-Dollar geschwankt. Die Verhandlung über die Euro-Rettungspolitik vor dem Bundesverfassungsgericht beeindruckt Anleger offenbar wenig. Am Nachmittag notierte die Gemeinschaftswährung leicht im Plus bei 1,3318 Dollar. Ihr Tagestief erreichte sie zuvor bei 1,3266 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat den Referenzkurs gegen Mittag auf 1,3277 (Dienstag: 1,3273) Dollar festgesetzt.

Auch der zweite Verhandlungstag in Karlsruhe brachte Investoren nicht aus der Ruhe. Das Gericht prüft, ob Staatsanleihenkäufe der EZB grundgesetzwidrig sind, weil sie ein Risiko für die Steuerzahler darstellen und vom Mandat der Notenbank womöglich nicht gedeckt sind. „Der Devisenmarkt scheint tiefenentspannt“, kommentierte Experte Lutz Karpowitz von der Commerzbank. Sorgen, die Richter könnten das äußerst wirksame Versprechen notfalls unbegrenzter Anleihekäufe der EZB stoppen, kämen trotz durchaus vorhandener rechtlicher Risiken nicht auf.

Für Holger Sandte, Europa-Chefvolkswirt von Nordea, zeigt das Verfahren, dass die Währungsunion nach wie vor auf wackligem Fundament steht. Wenn im 15. Jahr des Bestehens noch geklärt werden müsse, was eine Zentralbank darf und was nicht, während mit Griechenland zugleich ein Mitglied auf Entwicklungsland-Niveau zurückfalle, dann sei die Lage weiterhin kritisch. Einen Lichtblick für die kriselnde Eurozone lieferten jedoch neue Daten zur Industrieproduktion: Das Statistikamt Eurostat meldete den dritten Anstieg zum Vormonat in Folge. Experten hatten mit Stagnation gerechnet.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,84825 (0,85390) britische Pfund, 128,30 (128,60) japanische Yen und 1,2323 (1,2305) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1382,75 (1374,25) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 32 770,00 (32 580,00) Euro.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Devisen: Euro weiter über 1,33 Dollar"

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  • Der EURO hält Europa in Schutt und Asche gefangen und ist zudem durch unbegrenzte Anleihekäufe künstlich überbewertet, was Gift gür die PIGS-Staaten ist. Dieser MARIO wird noch die Rache der Relität erleben.

  • Wie lange läßt man die europäischen Staatslenker die wirtschaftliche und soziale Zerstörung Europas durch ihre diktierten EURO-Rettungsmaßnahmen noch vorantreiben.
    Wieviel schlimmer muss es noch kommen, bis zum Abschaffen
    der Währung, die Europa in Schutt und Asche gefangen hält.

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