Devisen
Eurokurs erholt sich nach Fall auf 20-Monatstief

Nach dem zwischenzeitlichen Fall auf ein 20-Monatstief ist der Eurokurs wieder gestiegen. Am Donnerstagmorgen war die Gemeinschaftswährung noch bis auf 1,0518 Dollar gefallen.
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Frankfurt/MainDer Eurokurs hat am Donnerstag nach einem zwischenzeitlichen Fall auf ein 20-Monatstief wieder zugelegt. Der Eurokurs stieg auf 1,0574 US-Dollar. Am Morgen war der Euro noch bis auf 1,0518 Dollar gefallen. Dies war der tiefste Stand seit März 2015. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,0548 (Mittwoch: 1,0602) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9480 (0,9432) Euro.

Gestützt wurde der Eurokurs durch eine stabile Unternehmensstimmung in Deutschland. Die Wahl des Republikaners Donald Trump zum neuen US-Präsidenten hat die Firmen offenbar nicht geschockt. Das Ifo-Geschäftsklima, Deutschlands wichtigster konjunktureller Frühindikator, lag im November stabil bei 110,4 Punkten und damit weiter auf dem höchsten Niveau seit April 2014. Zudem zeigte sich auch das Unternehmensvertrauen in Frankreich stabil.

Eine rasante Berg- und Talfahrt legte die türkische Lira hin. Die türkische Notenbank hatte ihren Leitzins überraschend und deutlich angehoben. Dies stützte die angeschlagene Lira aber nur vorübergehend. Kurz darauf fiel sie zum US-Dollar und auch zum Euro auf ein neues Rekordtief. Seit der Wahl Trumps zum nächsten US-Präsidenten hat die türkische Währung zum Dollar acht Prozent an Wert verloren. Die Erwartung steigender Zinsen in den USA lässt Anleger aus vielen Schwellenländerwährungen Geld abziehen.

In der Türkei belastet zudem die politische Unsicherheit seit dem Putschversuch im Juli die Lira. Am Donnerstag empfahl das Europaparlament in einer Resolution außerdem, die Beitrittsgespräche mit der Türkei einzufrieren. Die Resolution ist für die EU-Kommission nicht bindend.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Logisch gestern war Thanksgiving in US haben die Turkeys dran glauben müssen.
    Nächste Woche Fortsetzung Euro-Talfahrt, Prognose 0,9

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