Devisen
Eurokurs erholt sich von Vortagesverlusten

Deutschlands Arbeitslosenzahlen und ein besseres Wirtschaftsklima in Europa stützen den Eurokurs. Das Zurückrudern der Fed-Banker zum möglichen Ende der lockeren US-Geldpolitik berührt den Dollarkurs hingegen kaum.
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FrankfurtDer Euro hat sich dank überraschend guter Konjunkturdaten aus der Eurozone über der Marke von 1,30 US-Dollar gehalten. Im Nachmittagshandel kostete ein Euro 1,3015 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs gegen Mittag auf 1,3032 (Mittwoch: 1,3024) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7673 (0,7678) Euro.

Jüngste Daten aus dem Euroraum deuten auf eine konjunkturelle Stabilisierung hin, was den Kurs des Euro über weite Strecken des Handelsverlaufs etwas stützen konnte. Die EU-Kommission meldete bei einem Stimmungsindikator für die Wirtschaft im Euroraum einen Anstieg auf den höchsten Wert seit rund einem Jahr. Außerdem hatte sich der deutsche Arbeitsmarkt auch im Juni robust gezeigt. Dagegen setzt die Kreditvergabe der europäischen Banken ihren Sinkflug fort.

Am Nachmittag sorgten unterdessen Aussagen des Vizechefs der US-Notenbank Fed für Kursausschläge beim Euro. Der Präsident der regionalen Notenbank von New York, William Dudley, machte deutlich, dass die Fed ihre Anleihekäufe im Fall einer enttäuschenden Konjunktur fortsetzen könnte. Vor einer Woche hatte Fed-Chef Ben Bernanke einen Ausstieg aus den milliardenschweren Anleihekäufen ins Spiel gebracht und damit den Euro massiv unter Verkaufsdruck gesetzt.

„Wir werden wohl weitere Versuche von Fed-Vertretern erleben, die einen kleinen Rückschritt von der expliziten Äußerung in der letzten Woche machen wollen“, sagte Imre Speizer, Marktstratege bei Westpac Banking Corp. in Auckland bereits am Vormittag. Der Markt werd darüber hinweggehen und jeglicher Rückgang beim Dollarkurs werde nur seicht sein, fügte er an.

Die Aussicht auf ein Ende der Fed-Anreize hat die Volatilität von Währungen auf das höchste Niveau seit über einem Jahr ansteigen lassen. Der Global FX Volatility Index von JPMorgan Chase & Co. erreichte am 24. Juni mit 11,96 den höchsten Wert seit Januar 2012 und lag am Mittwoch bei 11,44.

In den USA sind die Konsumausgaben im Mai wie erwartet um 0,3 Prozent gestiegen, nach einem Minus von 0,2 Prozent im April. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sind in der vergangenen Woche leicht gesunken.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,85310 (0,84820) britische Pfund, 127,93 (127,33) japanische Yen und 1,2326 (1,2262) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1232,75 (1236,25) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 29.930,00 (29 800,00) Euro.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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Bloomberg / Nachrichtenagentur

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  • O-Ton Handelsblatt
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    Die Aussicht auf eine anhaltend lockere Geldpolitik in der Euro-Zone den Euro mit 1,2983 Dollar auf den tiefsten Stand seit fast vier Wochen gedrückt.
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    Vielleicht hat es sich wenigstens bis zu den Märkten herumgesprochen, daß die "lockere Geldpolitik" der EZB keineswegs zu einer starken Ausweitung der Giralgeldmenge führt.

    Per Mai 2013 ist die Geldmenge M3 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 2,3% gestiegen. Seit Anfang 2010 ist die Geldmenge M3 mit einer Jahresrate von ganzen 1,5% gewachsen.

    "Locker" ist die Geldpolitik der EZB nur hinsichtlich der engeren Geldmenge M0, die wesentlich höhere Wachstumsraten verzeichnet. Das ist aber notwendig um Deflationsgefahren zu bekämpfen, die aus der zögerlichen Kreditvergabe der Geschäftsbanken erwachsen.

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