Devisen
Eurokurs fährt Achterbahn

Die Aussagen des EZB-Präsidenten Mario Draghi zu den Details der geplanten Anleihe-Käufen haben den Euro am Donnerstag zeitweise unter die Marke von 1,26 Dollar gedrückt.
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FrankfurtEr fiel auf 1,2590 Dollar und lag damit etwa 0,3 US-Cent unter dem Niveau unmittelbar vor Beginn der EZB-Pressekonferenz. Im handelsverlauf erholte er sich allerdings. Zuletzt kostete der Euro 1,262 Dollar
Dax und EuroStoxx50 gaben einen Teil ihrer Anfangsgewinne ab und notierten nur noch jeweils ein Prozent höher bei 7039 beziehungsweise 2471 Punkten. Die Leitindizes der Aktienbörsen in Madrid und Mailand bröckelten ebenfalls ab. Der Goldpreis rutschte zeitweise unter die psychologisch wichtige Marke von 1700 Dollar je Feinunze.
"Die EZB hat genau dies beschlossen, was in den letzten Tagen vermehrt diskutiert und auch teilweise eingepreist wurde", sagte Helaba-Analyst Ralf Umlauf. "Insofern ist der Beschluss der EZB keine echte Neuerung."

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Der Morgenthau-Plan oder warum Europa verblutet.
    Die Euro- und EU-Verträge, von der deutsch-französische Achse entworfen und durchgesetzt, führen zu eine Art Morgenthau-Plan für die Peripherieländer der Währungsunion.
    Die wirtschaftlich schwache Euro-Länder werden, weil ihre Wirtschaft gegen die stärkere Wirtschaften nicht geschützt ist, immer schwächer. Dies führt dazu dass vielen jungen und gut ausgebildete Menschen aus diesen Länder keine andere Alternative bleibt als Europa den Rücken zu kehren und ihr Glück auf andere Kontinente zu suchen.
    Diese Hämorrhagie ist nicht nur eine menschliche Tragödie aber auch wirtschaftlich nachteilig für Europa. Bedingt durch den permanenten deutschen Leistungsbilanzüberschuss, ist der Euro für die meisten andere Länder überbewertet und erschwert diesen Ländern Exporte und bremst Importe nicht ab. Folge: Wirtschaftlicher Niedergang. Der führt dann zu geringeren Staatseinnahmen, die wiederum zu einer höheren Verschuldung, die wiederum zu höheren Zinsen für das Land und seine Wirtschaft.
    Niemand soll sagen, dass diese Dinge nicht absehbar gewesen seien - dass ist Ökonomie-Grundstudiums-Wissen. Trotzdem hat damals die deutsch-französische Achse auf das Prinzip der eigenen Verantwortung bestanden.
    Was Europa braucht sind Vertragsänderungen die zu einer Wirtschaftskonvergenz innerhalb der Währungsunion führen und zu einer horizontalen Arbeitsteilung, Vertragsänderungen die den natürlichen Standortsnachteile der Peripherieländer entgegen wirken.
    Es geht um Europa, Deutschland ist nur Teil davon!

  • 1. im Moment leben wir wie die Marder im Speck und auf Kosten der schwächeren EU-Länder die sich gegen unsere Exportlawine wegen der EU-Verträge (Freihandelszone) nicht wehren können und nicht wehren dürfen. Somit können wir unsere Arbeitslosigkeit über unseren Leistungsbilanzüberschuss exportieren (15 Milliarden im Schnitt PRO MONAT und das seit 17 Jahren)
    2. Die paar Milliarden die wir netto an Brüssel zahlen müssen sind Peanuts im Verhältnis zum Leistungsbilanzüberschuss den wir durch unseren Mitgliedsbeitrag an Brüssel (EU) realisieren dürfen und können.
    3. Den meisten Deutsche geht es bestens, egal wie es den anderen EU-Ländern geht, auch wenn in Spanien und Portugal die Jugendarbeitslosigkeit bei mehr als 50% liegt, wen juckt denn das? Den Herr Weidmann bestimmt nicht und mich schon gar nicht!
    4. Wenn es Deutschland nicht mehr gefällt, kann und darf es jederzeit aus der EU/Währungsunion austreten.

  • Vergleicht doch bitte den Euro nicht immer mit dem Dollar, einer ebenso weichen inflationären Währung. Sich am Dollar zu messen ist, als würde ein von einem Hochhaus springender Mann seine Lage anhand der Höhendifferenz zu seiner gleichzeitig mit ihm fallenden Aktentasche messen.

    Schaut euch den Goldpreis, den Weizenpreis, den Ölpreis oder meinetwegen den DAX an - reale Werte. Und alle tendenziell steigend.

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