Devisen + Rohstoffe
Devisen: Eurokurs gibt nach Äußerungen von US-Finanzminister Snow leicht nach

Bekundungen des amerikanischen Finanzministers John Snow für einen starken Dollar haben am Montag den Eurokurs leicht unter Druck gesetzt. "Wir unterstützen einen starken Dollar", sagte Snow in Dublin.

dpa-afx FRANKFURT. Bekundungen des amerikanischen Finanzministers John Snow für einen starken Dollar haben am Montag den Eurokurs leicht unter Druck gesetzt. "Wir unterstützen einen starken Dollar", sagte Snow in Dublin. "Ein starker Dollar ist im Interesse Amerikas." Die Gemeinschaftswährung fiel bis zum frühen Nachmittag auf 1,2 951 Dollar, nachdem sie im asiatischen Handel noch bis zu 1,2 999 Dollar gekostet hatte und damit ihr am 10. November erreichtes Rekordhoch von 1,3 005 Dollar nur knapp verfehlte.

Devisenexperten rechnen durch die Äußerungen von Snow nicht mit einer nachhaltigen Dollar-Aufwertung. Die Bemerkungen seien nur Lippenbekenntnisse, sagte Hbos-Devisenanalyst Mark Miller. "Wir bezweifeln, dass die Vereinigten Staaten diesen Worten auch Taten folgen lassen werden."

Ein niedriger Dollarkurs ist bei der Finanzierung des riesigen US-Doppeldefizits in Handelsbilanz und Staatshaushalt von Vorteil. Daher komme den USA die Dollarschwäche gelegen, sagten Experten.

Da die USA mehr konsumieren als produzieren, muss diese Lücke mit fremdem Geld geschlossen werde. Nachdem die ausländischen Kapitalzuflüsse zuletzt auf den niedrigsten Stand seit Anfang 2003 fielen und das Außenhandelsdefizit seit Monaten nahe seines Rekordhochs von 55 Mrd. Dollar verharrt, stieg der Euro in den vergangenen Wochen kontinuierlich.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%