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Eurokurs: Konjunkturzuversicht stärkt Risikoappetit

Im Einklang mit den Aktienmärkten hat der Euro zum Wochenauftakt an Wert zugelegt. Händlern zufolge fragten Investoren risikoreichere Anlagen nach, nachdem die 20 führenden Industrie- und Schwellenländer am Wochenende versichert hatten, an ihrer expansiven Konjunkturpolitik festzuhalten.

rtr FRANKFURT. Rohstoffsensible Währungen wie der australische und der neuseeländische Dollar waren so teuer wie seit fast einem Jahr nicht mehr. Wegen des Feiertags in den USA fehlten Händlern zufolge allerdings viele Investoren, so dass das Geschäft außergewöhnlich ruhig lief.

"Das G20 Treffen war gut für den Risikoappetit, das kann man einfach an der Entwicklung beim Dollar und beim Yen sehen", sagte Währungsstratege Geoffrey Yu von der UBS. Der Euro stieg bis auf 1,4361 Dollar, nachdem er im späten US-Geschäft zum Wochenende um 1,4290 Dollar notiert hatte. Zum Yen gewann der Euro 0,3 Prozent auf 133,40 Yen. Dass die deutsche Industrie im Juli mehr Aufträge eingesammelt hat als erwartet , nahmen Anleger ohne nennenswerte Reaktion zur Kenntnis.

Unterstützt von positiven heimischen Arbeitsmarktdaten stieg der australische Dollar bis auf 0,8567 Dollar. So viel war seit September 2008 nicht mehr gezahlt worden. Der neuseeländische Dollar legte im Vorfeld der Zentralbanksitzung zu und kletterte bis auf 0,6935 Dollar - ebenfalls der höchste Stand seit September 2008.

Im Wochenverlauf tagen drei internationale Notenbanken - die Bank of New Zealand, die Bank of England und die kanadische Notenbank. Alle drei Banken werden nach Einschätzung von Experten die Zinsen stabil halten, die jeweiligen Kommentare werden aber mit Spannung erwartet. "Wenn es sich bestätigt, dass sie weiter eine lockere Geldpolitik anstreben, dann ist das ein Zeichen dafür, dass sie immer noch etwas vorsichtig bezüglich der Erholungsperspektiven sind", sagte UBS-Stratege Yu.

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