Devisen
Eurokurs mit neuen Verlusten

Der Euro bleibt unter Druck, die Verluste weiten sich sogar noch aus. Grund könnte sein, dass die EZB ihre Niedrigzinspolitik noch einmal verschärft hat, während Fed und Bank of England langsam die Zügel straffen.
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Frankfurt/MainDie Kursverluste des Euro haben sich am Dienstag ausgeweitet. Die Aussicht auf dauerhaft niedrige Zinsen könnte die Gemeinschaftswährung weiter unter Druck setzen, sagten Händler. Der Euro fiel zwischenzeitlich um mehr als einen halben Cent bis auf 1,3534 US-Dollar und wurde am Nachmittag nur leicht erholt bei 1,3546 Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs gegen Mittag auf 1,3547 (Montag: 1,3608) Dollar fest.

Der Euro leidet laut Analysten unter dem auseinanderklaffenden Zinsausblick zwischen den großen Währungsräumen. Während das Geld in der Eurozone dauerhaft ultrabillig bleiben soll, zeichnen sich in den USA und Großbritannien die ersten Zinserhöhungen nach der Krise am Horizont ab. Die Gemeinschaftswährung könnte deshalb noch weiter fallen. „Wir peilen kurzfristig die Marke von 1,35 Dollar an“, hieß es von Händlern.

Bislang hat der jüngst beschlossene Strafzins auf überschüssige Mittel, die Banken bei der EZB horten, noch keine große Wirkung gezeigt. Doch laut einer Studie der Großbank UBS könnte sich das bald ändern. Zwar rechnen die Analysten nicht damit, dass in ganz großem Stil in Euro gehaltene Bestände an Reservewährung aufgelöst werden. Dennoch geht die UBS davon aus, dass der Eurokurs bis Jahresende auf 1,25 Dollar fällt.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,80750 (0,80985) britische Pfund, 138,63 (139,39) japanische Yen und 1,2188 (1,2193) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London mit 1259,50 (1247,50) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 29 230,00 (29 100,00) Euro.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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