Devisen + Rohstoffe
Devisen: Eurokurs nach kräftigen Kursgewinnen der Vorwoche leicht unter Druck

Der Euro hat am Montag einen kleinen Teil seiner in der Vorwoche erzielten Kursgewinne wieder eingebüßt. Die europäische Gemeinschaftswährung kostete am Nachmittag 1,2241 $. Am Freitag war der Euro kurzzeitig über 1,23 $ geklettert. Trotz des leichten Kursrückgangs ist der Euro im Wochenvergleich um knapp zwei US-Cent gestiegen. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs am Montag auf 1,2236 (Freitag: 1,2219) Dollar fest. Der Dollar war damit 0,8173 (0,8184) Euro wert.

dpa-afx FRANKFURT. Der Euro hat am Montag einen kleinen Teil seiner in der Vorwoche erzielten Kursgewinne wieder eingebüßt. Die europäische Gemeinschaftswährung kostete am Nachmittag 1,2241 $. Am Freitag war der Euro kurzzeitig über 1,23 $ geklettert. Trotz des leichten Kursrückgangs ist der Euro im Wochenvergleich um knapp zwei US-Cent gestiegen. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs am Montag auf 1,2236 (Freitag: 1,2219) Dollar fest. Der Dollar war damit 0,8173 (0,8184) Euro wert.

"Das ist nur eine technische Reaktion auf die kräftigen Kursgewinne der Vorwoche", sagte Devisenexperte Carsten Fritsch von der Commerzbank. An dem fundamentalen Bild habe sich nichts geändert. Nach wie vor werde der Euro durch die deutlich reduzierten Zinserhöhungserwartungen für die USA im kommenden Jahr gestützt. Die US-Notenbank dürfte zwar in der kommenden Woche den Leitzins zum dritten Mal im laufenden Jahr um 0,25 %punkte auf dann 1,75 % anheben. Und auch im November sei eine weitere Erhöhung in dieser Größenordnung zu erwarten.

Im kommenden Jahr dürfte der Zinserhöhungszyklus in den USA insgesamt aber weniger aggressiv ausfallen als bisher erwartet, sagte Fritsch. Darauf deuteten die jüngsten Aussagen der US-Währungshüter hin. Während die US-Notenbank eher die konjunkturdämpfenden Wirkungen der hohen Ölpreise in den Mittelpunkt rücke, drohe die EZB bereits mit der Zinskeule, sagte Fritsch. Bei EZB-Chefvolkswirt Otmar Issing stünden eindeutig die Inflationssorgen im Mittelpunkt. "Wir beobachten in der Tat die Preisentwicklung mit Besorgnis", sagte Issing der Tageszeitung "Die Welt".

Vor den mit großer Spannung erwarteten US-Einzelhandelsumsätzen am Dienstag und den am Donnerstag zur Veröffentlichung anstehenden US-Verbraucherpreisen hielten sich viele Marktteilnehmer mit größeren Neuengagements aber zurück, sagte Fritsch.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,6801 (0,6832) britische Pfund , 134,91 (134,61) japanische Yen und 1,5417 (1,5401) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London mit 399,30 (401,35) Dollar notiert.

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