Devisen
Eurokurs springt in die Höhe

Die Finanzkrise spitzt sich zu, jetzt greifen die Zentralbanken ein. Die Geldmärkte werden mit Liquidität geflutet. Davon profitiert der Kurs des Euro.
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Die konzertierte Aktion der Zentralbanken am Geldmarkt gibt dem Eurokurs mächtig Schwung. Der Euro sprang zeitweise auf rund 1,35 Dollar. Zuvor notierte der Euro knapp über der Marke von 1,33 Dollar. Aktuell steht die Gemeinschaftswährung bei 1,3468 US-Dollar. Zu anderen Währungen bleibt der Euro konstant. Im Vergleich zum Yen verlor der Euro 0,45 Prozent und zur Norwegischen Krone 0,5 Prozent. Zum britischen Pfund legt der Euro 0,35 Prozent zu..

Die Fed, die EZB, die Bank of Canada, die Bank of England, die Bank of Japan und die Schweizer Nationalbank beteiligten sich an der Aktion, mit der das globale Interbankensystem mit zusätzlicher Dollar-Liquidität versorgt werden soll. Die Notenbanken sollen ihre Dollar-Swapssätze um 50 Basispunkte gesenkt haben. So kommen vor allem europäische Institute leichter an US-Dollar.

Schon zuvor hatte die geldpolitische Wende Chinas hin zur Lockerung die Märkte beruhigt und vor allem am Rohstoffmarkt die Kurse in die Höhe getrieben. „Es zeigt, dass alle Beteiligten den Ernst der Lage erkannt haben“, erklärte Helaba-Analyst Ralf Umlauf. „Zusammen mit der Senkung der Mindestreserve-Anforderungen in China ist das sehr hilfreich. Heute ist die Geldpolitik am Zug und zeigt damit, dass die der Weltkonjunktur unter die Arme greift.“

Die Aktienmärkte feiern eine Hoffnungsrally. Der Dax weitete seine Gewinne deutlich aus und kletterte um 4,3 Prozent auf 6047 Punkte. Auch die Future auf die großen US-Indizes zogen merklich an. Der Bund-Future grenzte seine Gewinne etwas ein.

Am Morgen belasteten die Rating-Abstufungen der wichtigsten Banken weltweit auch den Euro. Der Markt sorgte sich ausserdem darum, das die Maßnahmen der Euro-Finanzminister nicht ausreichen würden, um die Staatsschuldenkrise einzudämmen.

Jens Hagen
Jens Hagen
Handelsblatt / Redakteur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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