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Devisen: Eurokurs steigt auf neuen Rekord - Russland will Euroreserven erhöhen

Die von Russland beabsichtigte Erhöhung seiner Euro- Devisenreserven hat die Gemeinschaftswährung am Dienstag auf ein neues Rekordhoch getrieben. Der jüngste Höchststand ist nach Einschätzung von Devisenexperten nur eine Zwischenstation bei der ungebrochenen Rekordjagd.

dpa-afx FRANKFURT. Die von Russland beabsichtigte Erhöhung seiner Euro- Devisenreserven hat die Gemeinschaftswährung am Dienstag auf ein neues Rekordhoch getrieben. Der jüngste Höchststand ist nach Einschätzung von Devisenexperten nur eine Zwischenstation bei der ungebrochenen Rekordjagd.

Am Dienstag kletterte der Kurs der Gemeinschaftswährung in der Spitze bis auf 1,3 093 Dollar und erreicht damit erneut einen neuen Höchststand. Am Abend wurde der Euro leicht darunter mit 1,3 083 Dollar gehandelt. Die alte Rekordmarke vom vergangenen Donnerstag bei 1,3 074 Dollar wurde damit deutlich übertroffen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatten den Referenzkurs zuvor auf 1,3 089 (Montag: 1,3 033) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7 640 (0,7 673) Euro.

Russland will laut Aussagen des Finanzministeriums seine Devisenreserven in Dollar reduzieren und in Euro erhöhen. Dies hat nach Einschätzung von Carsten Fritsch von der Commerzbank den Euro weiter nach oben getrieben. "Es ist auch damit zu rechnen, dass auch China seinen Anteil an Euro erhöhen wird", sagte der Devisenexperte. "Der Dollar ist als Reservewährung auf dem absteigenden Ast."

"Die USA, vertreten insbesondere durch Notenbankpräsident Alan Greenspan haben in den vergangenen Tagen klar gemacht, dass sie an einem schwachen Euro interessiert sind", sagte Fritsch. Konjunkturdaten spielten zur Zeit am Markt kaum eine Rolle. Lediglich Aussagen von Notenbanken zu möglichen Interventionen seien zur Zeit marktbewegend. So würden Interventionen der Japanischen Notenbank zu Gunsten des Yen nicht ausgeschlossen

Die WestLB sieht derzeit keine Anzeichen für ein Ende des Höhenfluges. Auf Sicht von sechs Monaten sei eine weitere Abwertung des Dollar auf 1,40 Dollar je Euro zu erwarten, sagte Sanjit Maitra, Research-Chef der WestLB am Dienstag. Die USA dürfte auch künftig nach dem bekannten Motto verfahren: "Der Dollar ist unsere Währung, aber euer Problem." Dabei sei ein zwischenzeitliches Überschießen der Märkte nicht auszuschließen. In zwölf Monaten sieht der Experte die US-Währung mit 1,37 Dollar je Euro gleichwohl wieder etwas fester.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,6 995 (0,70 255) britische Pfund , 134,81 (134,47) japanische Yen und 1,5 150 (1,5 157) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London mit 447,80 (447,80) Dollar gefixt.

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