Devisen
Experten sehen den Euro weiter unter Druck

Der Euro wird nach Ansicht von Marktteilnehmern in dieser Woche zum Dollar weiter an Wert verlieren. In den nächsten Tagen gebe es nichts, was die europäische Gemeinschaftswährung stützen könnte, schrieben die Analysten von Brown Brothers Harriman in einer Studie.

FRANKFURT. Der Euro wird nach Ansicht von Marktteilnehmern in dieser Woche zum Dollar weiter an Wert verlieren. In den nächsten Tagen gebe es nichts, was die europäische Gemeinschaftswährung stützen könnte, schrieben die Analysten von Brown Brothers Harriman in einer Studie.

Die Konjunkturdaten aus Europa – wie etwa am Donnerstag die deutschen Erzeugerpreise und am Freitag die Einkaufsmanagerindizes für den Euro-Raum – dürften sogar eher den Spekulationen auf weitere Zinssenkungen der Europäischen Zentralbank zusätzlich Nahrung geben: Von Bloomberg befragte Volkswirte gehen davon aus, dass die deutschen Erzeugerpreise im Oktober auf Jahressicht nur noch um 7,3 Prozent geklettert sind. Im September hatte der Anstieg noch 8,3 Prozent betragen.

Bei den Einkaufsmanagerindizes erwarten die Experten einen weiteren Rückgang im November. Nach den BIP-Daten der vergangenen Woche erscheine eine Zinssenkung der EZB im Dezember so gut wie sicher, schrieb die Ökonomin Claudia Broyer von der Dresdner Bank. Sie rechnet mit einem „Lockerungsschritt“ von 50 Basispunkten. Am Freitagabend pendelte der Euro bei 1,2755 Dollar knapp unter dem Vortageswert. Seit dem Hoch bei fast 1,60 Dollar im April hat der Euro zum Greenback damit rund 20 Prozent nachgegeben.

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