Devisen
Fed-Protokolle und Athen stärken den Euro

Die Fed-Protokolle geben weiterhin keinen Aufschluss darüber, wann die US-Notenbank den Leitzins anheben wird. Davon profitiert der Euro. Für Auftrieb sorgt auch die Bewilligung eines Athen-Rettungspaketes.
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FrankfurtSpekulationen auf eine vorerst anhaltend lockere Geldpolitik in den USA haben dem Dollar zugesetzt. In den am Mittwochabend veröffentlichten Protokollen der jüngsten Fed-Sitzung gab es keine klaren Hinweise, dass die geplante Zinswende in den USA unmittelbar bevorsteht. Der Euro notierte am Donnerstag in der Spitze bei 1,1148 Dollar, nachdem er am Vortag zeitweise noch deutlich unter der Marke von 1,11 Dollar gehandelt hatte.

Die Fed-Vertreter verwiesen auf ihrer Sitzung im Juli zwar auf Verbesserungen am US-Arbeitsmarkt. Sie erwähnten allerdings auch Sorgen wegen der nach wie vor niedrigen Inflation und des schwachen Wachstums der Weltwirtschaft. Nach Einschätzung von Commerzbank-Analystin Antje Praefcke steckt die Fed in einem Dilemma: Zwar bleibe die Inflation noch niedrig und angesichts der Sorgen um China und des festeren Dollar bestünden Abwärtsrisiken. Dennoch mache es „die Entwicklung der Wirtschaft und am Arbeitsmarkt immer schwieriger, einen ersten Zinsschritt weiter herauszuschieben.“ Eine Zinserhöhung im September sei deshalb weiterhin nicht vom Tisch.

Gestärkt wird der Euro auch von einer weiteren Entspannung in der Griechenlandkrise. Nachdem der Deutsche Bundestag am Mittwoch seine Zustimmung für das dritte Hilfspaket für Athen gegeben hatte, haben die Euro-Finanzminister eine erste Kreditrate von 26 Milliarden Euro freigegeben. Die Hälfte davon wird bereits an diesem Donnerstag vom Eurorettungsschirm ESM überwiesen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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