Devisen
Forint steckt Zinssenkung locker weg

Der ungarischen Währung Forint kann die Senkung der Leitzinsen nichts anhaben: Ein Euro kostet sogar etwas mehr als am Vorabend. Nun werden die Äußerungen des Notenbankchefs mit Spannung erwartet.
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FrankfurtDer ungarische Forint hat am Dienstag der Senkung der Leitzinsen um 25 Basispunkte auf vier Prozent getrotzt. Ein Euro kostete mit 294,60 Forint sogar etwas mehr als am Vorabend mit 294,10 Forint. Händler hatten mit der Zinssenkung gerechnet.

„Interessanter ist heute vielmehr, inwieweit sich Notenbankchef György Matolcsy in Bezug auf weitere Zinssenkungen äußern wird“, erklärte Commerzbank-Analystin Thu Lan Nguyen. „Der Großteil des Marktes, uns eingeschlossen, rechnet damit, dass Matolcsy das Tor zu weiteren Zinssenkungen offenhält, dabei jedoch ein nahendes Ende des Zinssenkungszyklus signalisiert.“

Eine nennenswerte Markreaktion wäre nur zu erwarten, sollte Matolcsy bereits jetzt den Zinssenkungszyklus abschließen, erklärte die Analystin weiter.

Matolcsy sollte am Nachmittag vor die Presse treten. Es ist das erste Mal seit seinem Amtsantritt im März, dass der Notenbanker in einer Pressekonferenz die Zinsentscheidung erläutert. Matolcsy – ein enger Vertrauter von Ministerpräsident Viktor Orban – hatte den Brauch seinerzeit eingestellt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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