Devisen
Gewinnmitnahmen belasten Euro

Gewinnmitnahmen haben den Euro am Mittwoch unter die Marke von 1,21 Dollar gedrückt. Hintergrund sind laut Händlern die von starken Konjunkturdaten ausgelösten Spekulationen über steigende Zinsen in der Euro-Zone, die dem Euro am Dienstag kräftig Auftrieb gegeben hatten.

HB FRANKFURT. Die Gemeinschaftswährung notierte gegen Mittag bei 1,2080 Dollar nach einem Schlussstand in New York am Dienstag bei 1,2108 Dollar. „Wir sehen eine technische Reaktion auf die starken Kursgewinne vom Dienstag“, sagte Volker Weber, Devisenhändler bei MM Warburg. Seiner Einschätzung nach sollte die Unterstützung bei 1,2050 Dollar aber halten. „Die Spekulation ist weiter da, dass die EZB die Zinsen anheben könnte. Vor dem ersten Quartal wird das aber wohl nicht passieren“, sagte Weber.

Ein überraschend deutlicher Anstieg des Ifo-Geschäftsklimaindex hatte am Dienstag auf eine zunehmende Erholung der deutschen Wirtschaft hingedeutet und damit Spekulationen genährt, die Europäische Zentralbank (EZB) könnte den Leitzins nach oben schrauben. Bundesbank-Präsident Axel Weber hatte am Dienstagabend darauf hingewiesen, dass die Risiken für die Preisstabilität im Euro-Raum deutlich gestiegen seien. Die EZB werde daher mit einer Zinserhöhung nicht zögern, falls Inflationsgefahren eintreten sollten, hatte EZB-Ratsmitglied Weber signalisiert.

Der Leitzins in der Euro-Zone liegt bei 2,00 Prozent, in den USA bei 3,75 Prozent. Viele Devisenhändler erwarten bis Jahresende zwei weitere Zinsschritte der US-Notenbank (Fed) auf dann 4,25 Prozent. Wegen des Zinsvorsprungs sind Anlagen in Dollar derzeit für Investoren attraktiv.

Zum Yen legte der Dollar zur Wochenmitte nach einer zweitägigen Talfahrt ebenfalls zu. Gegen Mittag notierte die US-Währung bei 115,21 Yen nach 114,97 Yen am Vortag in New York.

Zum Schweizer Franken kletterte der Dollar auf 1,2802 Franken. Am Dienstag hatte die US-Währung noch 1,2760 Franken notiert.

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