Devisen
Immobiliendaten drücken das britische Pfund

Der Euro hat am Dienstag ein neues Rekordhoch zum Pfund erreicht. In der Spitze fiel das Pound Sterling 0,8 Prozent auf 80,64 Pence je Euro. Die britische Währung litt unter Konjunkturzahlen, die weitere Zinssenkungen der Bank of England erwarten lassen.

FRANKFURT. So sind die Verbraucherpreise im März 2,5 Prozent gestiegen, was unter den Prognosen der Ökonomen lag. Gleichzeitig deutet die monatliche Umfrage des britischen Verbands der Immobiliensachverständigen darauf hin, dass die Flaute am Eigenheimmarkt des Landes ihren bisherigen Tiefpunkt erreicht hat. Seit Dezember hat die britische Zentralbank die Leitzinsen bereits dreimal reduziert. Bis zur Jahresmitte rechnen Volkswirte mit einer weiteren Senkung auf 4,75 Prozent, zum Jahresende sehen sie den Benchmarksatz bei 4,5 Prozent.

Nachdem der Dollar sich zunächst seitwärts zum Euro bewegte, legte er am Nachmittag auf 1,5806 Dollar je Euro zu. Die überraschend starken Daten zu Erzeugerpreisen und zum verarbeitenden Gewerbe in den USA (siehe Anleihen) stützten den Greenback. Händler verringerten als Reaktion auf die Zahlen ihre Wetten, dass die Federal Reserve Bank ihren Benchmarksatz diesen Monat einen halben Prozentpunkt senken wird. Vormittags hatte noch eine hohe Inflationsrate in Frankreich für Rückenwind beim Euro gesorgt.

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