Devisen: IWF will ukrainischer Zentralbank helfen

Devisen
IWF will ukrainischer Zentralbank helfen

Im Kampf gegen den Verfall der einheimischen Währung greift die Ukraine zu einem drastischen Mittel: Am Mittwoch verbietet sie Banken den Kauf von Devisen, kippt die Entscheidung aber wieder. Nun meldet sich der IWF.
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KiewDer Internationale Währungsfonds (IWF) will die Ukraine im Kampf gegen einen Verfall der einheimischen Währung unterstützen. Der IWF erklärte am Mittwochabend, er stehe dazu bereits im engen Kontakt mit der ukrainischen Notenbank.

Diese hatte unmittelbar zuvor ihr Verbot zum Kauf ausländischer Währungen für Banken nach nur wenigen Stunden wieder gekippt. Am Mittwochmorgen hatte die Notenbank noch erklärt, Banken dürften in dieser Woche keine ausländischen Währungen mehr für ihre Kunden kaufen. Zudem dürften die Banken lediglich Devisen im Wert von maximal 0,5 Prozent ihres Kernkapitals für sich selbst erwerben.

Die Notenbank teilte am späten Mittwochabend mit, die Maßnahme sei aufgehoben. Eine Begründung gab es zunächst nicht.

Die Landeswährung Hryvnia hat seit Jahresbeginn die Hälfte ihres Wertes verloren. Allein an den vergangenen beiden Handelstagen rutschte sie um etwa 13 Prozent ab. Eine Ursache dafür ist der brüchige Waffenstillstand im Osten des Landes, der eine Stabilisierung der Wirtschaft erschwert.

Die Zentralbank hat nur begrenzte Mittel, um selbst am Devisenmarkt einzugreifen: Ihre ausländischen Devisenreserven belaufen sich auf nur noch rund 6,5 Milliarden Dollar.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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