Devisen
Nachlassende Sorgen um Syrien lassen Euro steigen

In Bürgerkriegsland Syrien scheint eine diplomatische Lösung in Sicht. An den Devisenmärkten konnte besonders der Euro davon profitieren. Einziger Dämpfer waren schwache Zahlen zur französischen Industrieproduktion.
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FrankfurtDie jüngste Entspannung im Syrien-Konflikt hat den Euro am Dienstag gestützt und deutlich über der Marke von 1,32 US-Dollar gehalten. Trotz enttäuschender Konjunkturdaten aus Frankreich konnte die Gemeinschaftswährung die deutlichen Gewinne vom Wochenauftakt verteidigen, sie stand am Nachmittag bei 1,3260 Dollar. Gegen Mittag hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs auf 1,3240 (Montag: 1,3194) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7553 (0,7579) Euro.

Nach Einschätzung von Händlern sorgte das Aufatmen der Finanzmärkte über die jüngste Entwicklung im Syrien-Konflikt beim Euro für Stabilität. Das Regime in Damaskus hatte dem russischen Vorschlag zur Kontrolle seiner Chemiewaffen offiziell zugestimmt. Ein Militärschlag der USA gegen Syrien könnte damit möglicherweise abgewendet werden.
„Allerdings dämpfen die heute veröffentlichten Zahlen aus Frankreich ein wenig die Stimmung“, heißt es in einer Einschätzung des Bankhauses Metzler. Im August war die Produktion der französischen Industrieunternehmen das dritte Mal in Folge gesunken. Ein weiteres Problem für den Euro sehen Experten in der angespannten politischen Lage in Italien mit der fortwährenden Gefahr einer Regierungskrise.


Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,84380 (0,84130) britische Pfund, 132,80 (131,30) japanische Yen und 1,2392 (1,2350) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1358,25 (1390,00) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 32 790,00 (33 230,00) Euro.


Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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Bloomberg 
Bloomberg / Nachrichtenagentur

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