Devisen-News
Euro mit positiven Daten

Die USA treten im Haushaltsstreit auf der Stelle und das stärkt den Euro. Der Kurs der Währung stieg nach vorausgegangenen schlechten Werten. Gleichzeitig sorgten Statistiken aus Europa für die positive Entwicklung.
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Frankfurt/MainDer Euro ist am Montag angesichts des immer noch ungelösten US-Haushaltsstreits gestiegen. Am späten Nachmittag näherte sich die europäische Gemeinschaftswährung wieder der Marke von 1,36 US-Dollar an. Sie wurde zuletzt mit 1,3593 Dollar gehandelt. Im Vormittagshandel war der Eurokurs noch zeitweise bis auf 1,3544 Dollar gefallen. Am Mittag hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs auf 1,3564 (Freitag: 1,3566) Dollar festgesetzt.

Die Hoffnung auf einen Kompromiss über die Anhebung der Schuldenobergrenze sei wieder etwas gesunken, sagten Händler. Die Spitzenvertreter der Republikaner und Demokraten im Senat, Mitch McConnell und Harry Reid, hatten am Wochenende Beratungen aufgenommen. Ein Durchbruch ist aber nicht in Sicht. Nach dem Stichtag 17. Oktober droht der Supermacht rasch das Geld auszugehen, falls es bis dahin nicht zu einer Einigung gekommen ist. Der Dollar bleibt deshalb angeschlagen.

Einige Experten zweifeln bereits, ob die US-Währung angesichts der politischen Handlungsunfähigkeit ihren Status behaupten kann. „Es drängt sich die Frage auf, ob das Verhalten der politischen Eliten in den USA der Verantwortung entspricht, die das Management einer Welt-Leitwährung erfordert“, resümiert Chefanalyst Folker Hellmeyer von der Bremer Landesbank. Eine Reihe von Investmentbanken haben zuletzt ihre Wechselkursprognose für den Dollar herabgesetzt.

Der Euro konnte auch von besser als erwartet ausgefallenen Zahlen zur Industrieproduktion im Währungsraum profitieren. Im August hatte es laut der europäischen Statistikbehörde Eurostat das stärkste Plus seit zwei Jahren gegeben. Im Vergleich zum Vormonat war die Produktion um 1,0 Prozent gestiegen. Volkswirte hatten lediglich mit einem Anstieg um 0,8 Prozent gerechnet.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,84830 (0,84900) britische Pfund, 133,19 (133,38) japanische Yen und 1,2334 (1,2314) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1285,50 (1265,50) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 29 770,00 (29 970,00) Euro.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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