Devisen
Pfund verliert gegenüber dem Euro kräftig

Einen deutlichen Kursabschlag gegenüber dem Euro hat am Mittwoch das britische Pfund einstecken müssen. Das Pfund litt unter der schlechten Stimmung in der britischen Wirtschaft, insbesondere im Bausektor.

FRANKFURT. Die Baubranche war im Juni so stark wie seit mindestens elf Jahren nicht mehr geschrumpft. Der Hausbaukonzern Taylor Wimpey scheiterte mit dem Versuch, frisches Kapital einzuwerben. Investoren verwiesen auf die hohe Korrelation zwischen dem Häusermarkt und dem Pfund-Kurs. Zum Euro gab das Pfund Sterling auf 79,54 Pence nach, zum Dollar erholte es sich am Nachmittag wieder und notierte kaum verändert bei 1,9942 Dollar.

Auf dem Dollar lasteten schwache Konjunkturdaten aus den USA. Im Juni hatten die Arbeitgeber deutlich mehr Stellen gestrichen als erwartet (siehe Anleihebericht). Das macht eine Zinserhöhung der Federal Reserve Bank weniger wahrscheinlich. Bei dem heute anstehenden Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank (EZB) dagegen rechnen 57 von 58 befragten Volkswirten mit einer Anhebung um einen viertel Prozentpunkt. Dazu kamen die Warnung von EZB-Präsident Jean-Claude Trichet in der Wochenzeitung „Die Zeit“ vor einer explodierenden Inflation sowie der Rekordanstieg bei den EU-Erzeugerpreisen im Mai. Für einen Euro wurden 1,5863 Dollar gezahlt.

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