Devisen
Rezessionsängste wachsen – Euro fällt

Der Euro hat am Dienstag erstmals in dieser Woche zum Yen nachgegeben. Investoren gehen davon aus, dass die geplanten Maßnahmen Washingtons nicht ausreichen, um eine Rezession der weltgrößten Wirtschaft abzuwenden.

FRANKFURT. Eine US-Rezession dürfte sich auch auf die europäische Wirtschaft auswirken. Überraschend schwache US-Konjunkturdaten (siehe Anleihen) bestärkten die Rezessionsängste. Unter den Anlegern überwog die Risikoscheu. Sie reduzierten so genannte Carry Trades, bei denen sie Kredite in Niedrigzinsländern wie Japan aufgenommen hatten, um in höherverzinslische Anlagen zu investieren. Der Euro fiel ein Prozent auf 137,65 Yen. Unter Druck geriet die Gemeinschaftswährung auch durch Äußerungen von EZB-Chef Jean-Claude Trichet, der die Abwärtsrisiken für die Wirtschaft des Euroraums betont hatte. Zur US-Währung gab der Euro 0,2 Prozent nach auf 1,36 Dollar.

Gegenüber der norwegischen Krone legte der Euro 1,1 Prozent zu auf 8,63 Kronen. Die Zentralbank in Oslo hatte den Leitzins um einen halben Prozentpunkt herabgesetzt. Island senkte den Leitzins sogar um 3,5 Prozentpunkte. Die Maßnahme habe aber absolut keinen Effekt, sagte ein Analyst der Danske Bank. Nach dem Kollaps der isländischen Banken werde die Wirtschaft bis zu zehn Prozent schrumpfen.

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