Devisen: Risikofreude der Anleger belastet den Euro

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Risikofreude der Anleger belastet den Euro

Die Aktienmärkte erholen sich, die Nachfrage nach sicheren Anlagen sinkt. Das setzt auch den Euro unter Druck. Was die weitere Entwicklung angeht, gehen die Meinungen der Experten weit auseinander.

BerlinDer Euro hat am Freitag gegenüber dem Dollar nachgegeben. Belastet wurde die Gemeinschaftswährung nicht zuletzt durch die Erholung an den Aktienmärkten, die die Nachfrage nach sichereren Anlagen wie dem Euro sinken ließ.

Zuletzt notierte der Euro bei 1,1241 Dollar 0,7 Prozent leichter, für die gesamte Woche käme er damit dennoch auf ein Plus von 0,8 Prozent zur US-Währung. Es wäre der dritte Wochengewinn des Euro zum Dollar in Folge.

Was die weitere Entwicklung des Euro angeht, gehen die Meinungen der Experten weit auseinander: Während ING-Analyst Chris Turner mit einer anhaltenden Stärkung des Euro auf 1,1450 Dollar oder 1,1475 Dollar rechnet, sollte die Talfahrt an den US-Börsen anziehen, sehen die Experten von Goldman Sachs den Dollar sehr positiv. Sie sagen eine Rally des Greenback in den nächsten zwölf Monaten aus 0,95 Dollar je Euro voraus und verweisen dabei auf ein weiterhin gesundes US-Wachstum, was zu Fed-Zinserhöhungen führen dürfte.

Der Yen steht vor seinem höchsten 2-Wochen-Gewinn zum Dollar seit der Finanzkrise in Asien 1998. Vor diesem Hintergrund wird immer stärker auf Intervention der japanischen Notenbank am Devisenmarkt spekuliert. Die japanische Währung verlor zuletzt 0,4 Prozent gegenüber dem Dollar auf 112,83 Yen, hat aber innerhalb von zwei Wochen 6,9 Prozent zum Greenback gewonnen. Zum Euro gewann der Yen am Freitag 0,3 Prozent auf 126,95 Yen.

Der Euro verlor zum Franken 0,3 Prozent auf 1,0983 Franken, zum Dollar büßte die eidgenössische Währung 0,4 Prozent auf 97,59 Rappen ein.

Agentur
Bloomberg 
Bloomberg / Nachrichtenagentur
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