Devisen
Risikoscheu stützt Yen und Dollar

Sinkender Risikoappetit am Kapitalmarkt hat am Mittwoch die Nachfrage nach Dollar und Yen angekurbelt, die in wirtschaftlich unsicheren Zeiten als vergleichsweise sichere Geldanlage dienen. Der Dollar ist bei Kapitalanlegern gefragt, da er liquider als alle anderen Währungen ist.

FRANKFURT. Der Yen profitiert davon, dass Japan wegen seiner Überschüsse in der Handelsbilanz wenig von Auslandskrediten abhängig ist.

"Derzeit richtet sich das Geschehen am Devisenmarkt nach der Haltung der Anleger zum Risiko und danach, was an den Aktienbörsen passiert", sagt Stratege Jeremy Stretch von der Rabobank. "Es gibt Anzeichen, dass die Konjunkturerholung nicht auf so festen Füßen steht wie einige gehofft haben."

Die Industrieaufträge in der Eurozone sind im Mai stärker gesunken als Volkswirte erwartet hatten. Der Dollar zog angesichts dessen 0,2 Prozent an auf 1,4193 je Euro. Der Yen legte 0,4 Prozent zu auf 132,77 je Euro.

Das britische Pfund gab leicht zu Euro und Dollar nach. Verkaufsdruck brachten schlechte Nachrichten vom Immobilienmarkt und dem Bankensektor. Das Wirtschaftsforschungsinstitut NIESR warnte, dass die Talfahrt der britischen Häuserpreise noch bis 2012 weitergehen werde. Die Großbanken RBS und Barclays brauchen Presseberichten zufolge frisches Kapital.

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