Devisen
Schuldenkrise macht Euro zu schaffen

Die Schuldenkrise erreicht Kerneuropa und das geht am Euro-Kurs nicht spurlos vorbei. Die Gemeinschaftswährung kostete knapp einen Cent weniger als am Vorabend. Der Anleihemarkt spielt wieder verrückt.
  • 0

Frankfurt/MainDie Angst vor einer Eskalation der Schuldenkrise hat am Mittwoch die Anleger wieder aus dem Euro sowie aus Anleihen Italiens und Frankreichs getrieben. „Es sieht so aus, als hätte die EZB mit den Anleihen-Käufen wieder aufgehört“, sagte ein Händler in London.

Die Renditen der zehnjährigen italienischen Anleihen zogen auf 7,125 Prozent von 6,839 Prozent nach den Berichten über die EZB-Käufe an. Auch die französischen Renditen kletterten wieder: mit 3,735 Prozent notierten die Renditen über dem Vortagesschluss von 3,690 Prozent. Damit wird der Abstand zu den deutschen Renditen, die derzeit bei 1,8 Prozent liegen, immer größer. In der Spitze betrug der Abstand am Mittwoch 195 Basispunkte und lag damit so hoch wie noch nie seit der Euro-Einführung 1999.

Der Euro gab kurzzeitig auf Kurse unter 1,35 Dollar nach, erholte sich dann aber rasch auf über 1,35 Dollar. Der Bund-Future konnte von dem Ausverkauf der Anleihen nicht profitieren: mit 138,26 Punkten notierte der Terminkontrakt auf die deutschen zehnjährigen Bundesanleihen 45 Ticks im Minus.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Devisen: Schuldenkrise macht Euro zu schaffen"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%