Devisen
Schwache Arbeitsmarktdaten drücken Euro nach unten

Die Arbeitslosigkeit in Deutschland steigt saisonbereinigt überraschend – und setzt den Euro-Kurs unter Druck. Auch gute Konjunkturdaten der EU konnten die Gemeinschaftswährung nicht stützen.
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FrankfurtDer Eurokurs ist am Mittwoch nach schwachen deutschen Arbeitsmarktdaten unter die Marke von 1,36 Dollar gefallen. Am Nachmittag wurde die europäische Gemeinschaftswährung mit 1,3591 Dollar gehandelt. Im frühen Handel hatte sie noch bis zu 1,3638 Dollar gekostet. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3608 (Dienstag: 1,3638) Dollar fest.

In Deutschland, der größten Euro-Volkswirtschaft, hatte die Arbeitslosigkeit im April saisonbereinigt überraschend zugenommen – erstmals seit fünf Monaten. Ökonomen wollten die Zahlen zwar nicht überbewerten. „Aus unserer Sicht handelt es sich um einen Ausrutscher“, kommentierte Mario Gruppe von der NordLB. Die Reaktion am Devisenmarkt fiel dennoch negativ aus.

Zudem war die Geldmenge in der Eurozone trotz der lockeren Geldpolitik der EZB so gering gestiegen wie seit September 2010 nicht mehr. Die Daten hätten die Erwartungen verfestigt, dass die EZB ihre Geldpolitik am kommenden Donnerstag weiter lockern werde, sagten Händler. Dafür sprächen auch aktuelle Aussagen von Notenbankvertretern. Dass sich laut Daten der EU-Kommission die Stimmung in der Wirtschaft der Eurozone verbessert hatte, konnte den Euro nicht stützen.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,81250 (0,81100) britische Pfund, 138,73 (139,01) japanische Yen und 1,2225 (1,2221) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London mit 1263,50 (1275,50) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 29 390,00 (29 740,00) Euro.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Devisen: Schwache Arbeitsmarktdaten drücken Euro nach unten"

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  • Ob sich der EURO erholt oder nicht.

    Europa wird an ihm zerbrechen!

    Mit dem EURO wird es niemals Stabilität im europäischen Wirtschaftsraum geben. Die jetzige wird durch Milliarden von Schulden teuer erkauft.

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