Devisen
Schwache Konjunkturdaten belasten Euro

Schwache Daten zur Wirtschaft in Europa haben den Euro-Kurs zum Dollar zum Wochenbeginn etwas sinken lassen. Mit rund 1,55 Dollar wurde für die Gemeinschaftswährung etwa ein US-Cent weniger gezahlt als am Freitag. Grund dafür waren zwei Nachrichten.

HB FRANKFURT. In der Euro-Zone schwächte sich im Juni sowohl die Konjunktur in der Industrie als auch im Dienstleistungssektor ab, wie ein Index der Royal Bank of Scotland (RBS) zeigte. In Deutschland hat sich das Geschäftsklima eingetrübt.

Beide Nachrichten senken nach Ansicht von Marktteilnehmern den Spielraum, den die Europäische Zentralbank (EZB) bei der Straffung ihrer Geldpolitik hat. Höhere Leitzinsen haben im Kampf gegen die Inflation zwar ihre Berechtigung. Sie bergen jedoch das Risiko, die Konjunktur auszubremsen. RBS sieht die Daten als Beleg, dass sich das Wachstum im Euro-Raum schwächer entwickeln wird als die Währungshüter erwarten. In vergleichbaren konjunkturellen Situationen habe die EZB bislang die Zinsen gesenkt, sagte Volkswirt Jacques Cailloux.

Das Pfund Sterling wurde ebenfalls von Konjunkturbedenken belastet. Die britische Währung gab 0,8 Prozent zum Dollar nach, zum Euro pendelte sie um das Freitagsniveau. Der Häusermarkt in Großbritannien verzeichnete im Juni den stärksten Preisrückgang in diesem Jahr, wie der Marktbeobachter Rightmove mitteilte.

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