Devisen
Starke US-Daten belasten den Euro

Die neuen Daten zur Wirtschaftsleistung in Deutschland und Frankreich haben den Euro kaum beeinflusst. Dagegen lastete die US-Konjunktur auf der Gemeinschaftswährung. Die starke Industrieproduktion stützte den Dollar.
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Frankfurt/MainRobuste US-Industriedaten haben den Eurokurs am Freitag belastet. Die europäische Gemeinschaftswährung sank am späten Nachmittag bis auf 1,1135 US-Dollar. Am Mittag war der Euro noch bis auf fast 1,12 Dollar gestiegen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am frühen Nachmittag auf 1,1171 (Donnerstag: 1,1109) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8952 (0,9002) Euro.

Die überraschend starke US-Industrieproduktion habe den Dollar gestützt, sagten Händler. Die Produktion war im Juli zum Vormonat um 0,6 Prozent gestiegen. Bankvolkswirte hatten lediglich mit einem Zuwachs um 0,3 Prozent gerechnet. Die Daten sprechen eher für eine Leitzinsanhebung im September. Angesichts der jüngsten Turbulenzen in China waren an den Märkten Zweifel gewachsen, ob die US-Notenbank im September erstmals seit der Finanzkrise ihren Leitzins anhebt.

Die Zustimmung des griechischen Parlaments zu den Auflagen der Gläubiger hatte am Vormittag noch den Eurokurs vorübergehend gestützt. Der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras hat die Auflagen aber nur dank der Unterstützung der Opposition durch das Parlament gebracht. Nach dem griechischen Parlament muss nun die Eurogruppe am Freitagnachmittag über das Hilfsprogramm entscheiden. Vor einer Entscheidung über das dritte Hilfsprogramm für Griechenland verlangt Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) eine klare Zusage, dass der Internationale Währungsfonds (IWF) weiter mit im Boot ist.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,71450 (0,71060) britische Pfund, 138,70 (138,23) japanische Yen und 1,0875 (1,0849) Schweizer Franken <CHFVS.FX1> fest. Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1118,25 (1116,75) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 31 690,00 (31 780,00) Euro.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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