Devisen
Stimmung dreht gegen den Euro

Der Euro hat am Mittwoch zum Dollar erneut leicht nachgegeben. Am Nachmittag lag der Kurs der europäischen Gemeinschaftswährung bei 1,5453 Dollar etwas unter dem Vortagesniveau. Marktteilnehmer rechnen in der Mehrheit mit einem Erstarken des Dollar und einer Abschwächung des Euro, wie aus dem Bloomberg Professional Global Confidence Index hervorgeht.

HB FRANKFURT. Zu einer ähnlichen Einschätzung gelangten auch Politiker aus Europa. Die französische Finanzministerin Christine Lagarde hält den Euro bei einem Niveau von 1,55 Dollar für bis zu 20 Prozent überbewertet. Und Luxemburgs Ministerpräsident Jean-Claude Juncker sagte, der gegenwärtige Trend – das Nachgeben des Euro-Kurses – verlaufe in eine „bessere“ Richtung als zuvor. Der Anstieg des Dollar wurde gestern etwas gebremst, nachdem die US-Verbraucherpreise besser ausgefallen waren als erwartet. Das stützte Spekulationen, dass die US-Notenbank bei ihren Zinsentscheidungen doch noch Spielraum nach unten habe.

Gegenüber dem japanischen Yen legte der Euro 0,2 Prozent zu auf 162,39 Yen. Die Währung des japanischen Inselstaats geriet im Zuge so genannter Carry Trades unter Druck, bei denen Anleger in Niedrigzinsländern wie Japan Kredite aufnehmen, um in höherverzinsliche Währungen zu investieren. Japan hat einen Leitzins von nur 0,5 Prozent.

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