Devisen

Türkische Lira fällt auf Rekordtief

Schon wieder fällt die türkische Währung auf ein Rekordtief – der Korruptionsskandal um Erdogan verunsichert seit Wochen die Investoren. Börsianer bezweifeln, dass die Notenbank bald die Zinsen anhebt.
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Türkische Lira: In der kommenden Woche wollen die Zentralbanker über die weitere Geldpolitik beraten. Quelle: dpa

Türkische Lira: In der kommenden Woche wollen die Zentralbanker über die weitere Geldpolitik beraten.

(Foto: dpa)

FrankfurtDie türkische Währung taumelt von einem Rekordtief zum nächsten. Am Donnerstag verteuerte sich der Dollar um bis zu 1,1 Prozent auf 2,213 Lira. Grund für die Talfahrt ist unter anderem der Korruptionsskandal im Umfeld der Regierung des Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan, der seit Wochen für Verunsicherung unter Investoren sorgt.

Außerdem bezweifeln Börsianer, dass die Notenbank im Kampf gegen die Abwertung der Lira bald die Zinsen anhebt. Die Regierung habe kurz vor den Wahlen im März schließlich kein Interesse daran, den Aufschwung durch eine solche Maßnahme zu bremsen.

„Aber mit jedem weiteren Tag, an dem sich die Zentralbank weigert, die Zinsen zu erhöhen, unterminiert sie ihre Glaubwürdigkeit“, betonte Nicholas Spiro, Chef des Beratungshauses Spiro Sovereign Strategy. Bislang versucht die türkische Nationalbank unter anderem mit dem Verkauf von Dollar, die Talfahrt der Lira zu bremsen. In der kommenden Woche wollen die Zentralbanker über die weitere Geldpolitik beraten.

  • rtr
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