Devisen & Anleihen
Euro nimmt 1,30-Dollar-Marke in Angriff

Anleger am Devisenmarkt fassen weiter Mut und haben den Euro am Mittwoch Richtung 1,30 Dollar geschickt. Auf dem Anleihemarkt gab es indes ein Novum: US-Staatsanleihen mit vier Wochen Laufzeit waren so gefragt, dass die Rendite auf 0,0 Prozent sank.

HB FRANKFURT. Die Gemeinschaftswährung kletterte bis auf 1,3004 Dollar und notierte am frühen Nachmittag bei 1,2967 Dollar. Das Rettungspaket für die US-Autokonzerne habe die Risikobereitschaft der Investoren erhöht, das lasse sich auch an den höheren Aktienkursen ablesen, sagten Händler. An solchen Tagen werde der Dollar, der als sicherer Hafen in Krisen gilt, verkauft.

"Diese Parallelität wird zwar nicht auf Dauer Bestand haben, ein baldiges Aufbrechen scheint uns jedoch nicht wahrscheinlich, da die dominierenden Themen an den Finanzmärkten die anhaltende Finanzkrise sowie die Sorgen um die weltweite Konjunktur sind", hieß es dazu von den Analysten der Helaba.

Den Referenzkurs für die Gemeinschaftswährung legte die Europäische Zentralbank (EZB) bei 1,2925 (Dienstag: 1,2838) Dollar fest. Im Referenzkursverfahren der Banken (EuroFX) notierte der Euro bei 1,2937 (1,2838) Dollar.

Am Rentenmarkt pendelten die Kurse um das Vortagesniveau. Nach zwischenzeitlichen Gewinnen notierte der Bund-Future am Nachmittag fünf Ticks im Minus bei 122,12 Punkten. Die zehnjährige Bundesanleihe rentierte mit 3,239 Prozent. Der Aktienmarkt gebe weiter die Richtung vor, sagten Händler. Für Gesprächsstoff sorgten Neuemissionen. US-Staatsanleihen mit vier Wochen Laufzeit waren so gefragt, dass die Rendite auf 0,0 Prozent sank - ein bislang einmaliger Vorgang.

"Zum Teil ist die kaum zu bändigende Nachfrage nach Titeln des US-Schatzamtes auf das Jahresende zurückzuführen", schrieben die Analysten der HSH Nordbank in einem Marktkommentar. "Banken, Fonds und Unternehmen wollen nicht mehr ihre Bilanzen durch unbedachte Investments schädigen und gehen daher in Staatstitel."

Die Umlaufrendite börsennotierter öffentlicher Anleihen kletterte auf 3,16 (3,15) Prozent. Der Rex-Rentenindex notierte minimal im Minus bei 119,6174 Stellen.

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