Devisen
Unsicherheit über Finanzkrise drückt den Dollar

Händlern zufolge steht der Yen vor weiteren Kursgewinnen gegenüber Euro und Dollar. Rückenwind erhält die japanische Währung durch die immer höheren Verluste der Banken aus der Finanzkrise.

FRANKFURT. Diese veranlassen Investoren, sich aus Carry Trades zurückzuziehen. Bei diesen Spekulationsgeschäften finanzieren sie Anlagen in Hochzinswährungen unter anderem mit billigen Yen-Krediten.

„So lange die Risikoaversion so hoch ist, sollte der Yen weiter gewinnen“, sagte Carsten Fritsch, Devisenstratege bei der Commerzbank in Frankfurt. Vergangene Woche erreichte die Währung zum Dollar den höchsten Stand seit Juni 2005 sowie ein Dreimonats-Hoch zum Euro. Am Freitag wurden für den Dollar 108,20 Yen bezahlt, für den Euro 160,47 Yen.

Auch der Euro dürfte stark bleiben. Am Freitag hatte er ein neues Hoch bei 1,4967 Dollar je Euro markiert, war anschließend um mehr als einen Cent gesunken. Grund der Dollarschwäche ist hier vor allem das gesunde Wirtschaftswachstum im Euro-Raum. „Bisher hält sich die Konjunktur sehr gut“, sagte Gernot Neb, Chef-Volkswirt beim Ifo-Institut. Gleichzeitig steigt der Inflationsdruck. „Die EZB kann die Zinsen gar nicht senken“, so Neb. Die US-Notenbank Federal Reserve hingegen wird aller Erwartung nach ihre Geldpolitik im Dezember lockern.

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